Weil der Schnee auf den Pisten bei den aktuellen Temperaturen schnell nass und schwer wird, setzt das kleine Skigebiet Crêt-Meuron im Kanton Neuenburg auf Innovation bei den Öffnungszeiten. Auf 1300 Meter gelegen, haben die Betreiberinnen diese Woche ein neuartiges Konzept lanciert: die «Matinale du ski», Skifahren für Frühaufsteher.
Ab sechs Uhr morgens laufen die Lifte, damit die Gäste optimale Bedingungen geniessen können. Diesen Dienstagmorgen nutzten rund dreissig Skifahrerinnen und Skifahrer das Angebot – manche auch auf dem Weg zur Arbeit.
Zu Besuch auf der Frühaufsteher-Piste (dt. Untertitel):
«Die Idee entstand wegen unserer geografischen Lage zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds, eine Pendlerstrecke. Aber auch weil wir die Schneequalität bei diesen hohen Temperaturen tagsüber erhalten müssen. Wir legen sozusagen Eichhörnchenvorräte an und versuchen, so lange wie möglich geöffnet zu bleiben», sagt Léonard Reichen, Mitglied des Vereins Skilift Crêt-Meuron, gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS).
Die Skigäste scheinen von dieser Initiative begeistert zu sein. «Um 6:15 Uhr war ich bereits da. Die Bedingungen sind super, das ist eine ausgezeichnete Idee», sagt eine Skifahrerin. Ein anderer meint: «Ich fahre zwei Stunden und gehe dann zur Arbeit.»
Die Betreiber des Skilifts am Crêt-Meuron ziehen jedenfalls trotz der frühlingshaften Temperaturen bereits eine positive Bilanz der Saison.