«Es ist ein Moment voller Emotionen», erklärte Claudio Zali, Präsident der Tessiner Regierung, kürzlich in einer Medienkonferenz. Dabei wurde der Stand der Wiederherstellungsarbeiten nach der Katastrophe in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2024 präsentiert. «Ich hoffe, dass sich das nie mehr wiederholt», sagte der Vorsteher des Departements für Raumentwicklung.
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Bild 1 von 2. Die neue Visletto-Brücke nimmt Form an. In wenigen Monaten soll sie wieder in Betrieb genommen werden können. Bildquelle: Kanton Tessin.
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Bild 2 von 2. Die neue Visletto-Brücke nimmt Form an. In wenigen Monaten soll sie wieder in Betrieb genommen werden können. Bildquelle: Kanton Tessin.
«Die Brücke, die vom Wasser in der Nähe von Visletto weggespült wurde, symbolisiert die tiefen Wunden, die dem Tal zugefügt wurden», sagte Staatsrat Norman Gobbi. «Es wird Zeit brauchen, um sie zu heilen.»
Zwei Jahre nach dem Ereignis sind alle dringenden Massnahmen in kantonaler Zuständigkeit eingeleitet oder abgeschlossen worden. Parallel dazu wurden die wichtigsten Gefahrenzonenpläne des Bavonatals (Gemeinde Cevio) und der Gemeinde Lavizzara aktualisiert.
Zu den bedeutendsten Arbeiten gehört der Wiederaufbau der Brücke von Visletto, die im November dieses Jahres wieder voll funktionsfähig sein soll. Das neue Bauwerk, 146 Meter lang und 8 Meter breit, ist weit mehr als nur eine Strassenverbindung.
«Die Brücke wird die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur erhöhen und in ihrem Inneren die wichtigsten Versorgungsnetze beherbergen, die für das Funktionieren des Tals unerlässlich sind, von der Telekommunikation bis hin zur Wasser- und Energieversorgung», erklärte die kantonale Behörde.
Die Investitionen für dieses Bauwerk belaufen sich auf rund 9 Millionen Franken, zu denen weitere Massnahmen zur Gestaltung und Aufwertung des Gebiets hinzukommen werden.
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Bild 1 von 2. Nach den Überschwemmungen: Verwüstung am Flussufer bei Cevio. Bildquelle: Kanton Tessin.
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Bild 2 von 2. Und heute: Das Flussufer bei Cevio ist wieder begehbar. Bildquelle: Kanton Tessin.
Die aktualisierten Schätzungen weisen auf Schäden und Gesamtkosten für den Wiederaufbau von rund 100 Millionen Franken hin. Davon übernimmt der Kanton 44,5 Millionen: 26,9 Millionen betreffen Massnahmen an kantonalen Infrastrukturen, während 17,6 Millionen für die lokalen Körperschaften in Form von Beiträgen bestimmt sind.
Der Bund trägt derzeit mit 14,3 Millionen Franken durch die üblichen Unterstützungsinstrumente bei.
Zudem ist beim Bundesparlament der Vorschlag für eine ausserordentliche Hilfe hängig, den der Bundesrat vorgelegt hat. Dieser zielt darauf ab, sich an der Deckung der verbleibenden Kosten zu beteiligen, die zulasten der Kommunalverwaltungen gehen und derzeit 41,2 Millionen Franken betragen.
In Maggiatal wurde der Film, der wegen der Flut unterbrochen wurde, gezeigt: