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Flüchtling auf dem Bauernhof Glück im Stall

Flüchtlinge, die den Stall ausmisten, Kühe melken oder auf dem Feld Salat ernten. Vor rund 2 Jahren lancierten der Bund und der Schweizer Bauernverband dieses Pilotprojekt. Auf dem Hof von Markus Ramser im Thurgau: Hier schuftet ein Flüchtling aus Eritrea 11 Stunden am Tag und hat Spass daran.

Tesfu Adhanom, ein 31-jähriger Flüchtling aus Afrika, kam vor 4 Jahren aus Eritrea in die Schweiz. Schnell war für ihn klar, dass er arbeiten will und dass er keine Angst davor hat, seine Hände schmutzig zu machen: «Mein Vater ist Bauer in Eritrea.» Doch die Arbeit auf dem Bauernhof in Illhart im Thurgau hat nicht viel gemein mit der Arbeit eines Bauern in Afrika. Und so bringt Biobauer Markus Ramser dem Eritreer als bei, was man in der Schweizer Landwirtschaft wissen muss: «Er muss alles lernen. Das Füttern der Tiere, die Arbeit im Stall und auf dem Feld», sagt Bauer Ramser.

Fleissiger Flüchtling

Der Thurgauer Biobauer schätzt das grosse Engagement seines Schützlings: «Er ist zuverlässig, fleissig und packt immer mit an. Er macht das sehr gut.» Im letzten Frühling lief der einjährige Einsatz, den der Bund und der Schweizer Bauernverband gemeinsam ins Leben gerufen haben, für Tesfu Adhanom aus. Bauer Ramser stellte den jungen Mann darauf ein. Nun absolviert der 31-jährige eine Lehre als Agrarpraktiker. Er lerne hier viel, sagt der Mann aus Afrika. Sein Lehrmeister Biobauer Ramser erkläre ihm immer geduldig, was er zu tun habe. Und falls es eben doch wegen der Sprache Verständigungsprobleme gebe, zücke man schnell das Wörterbuch, welches Deutsch auf Tigrinisch übersetzt, die Sprache, die in Eritrea gesprochen wird.

SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr

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