- Air-Canada-CEO Michael Rousseau wird per Ende September zurücktreten.
- Der Verwaltungsrat der kanadischen Fluggesellschaft bestätigte den Entscheid.
- Er reagierte damit auf anhaltende Kritik an seinen mangelhaften Französischkenntnissen.
Der seit fünf Jahren amtierende CEO war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, nachdem er nach dem Tod zweier Air-Canada-Piloten bei einer Kollision auf dem Flughafen La Guardia in New York nahezu ausschliesslich auf Englisch kondoliert hatte.
Mehrere kanadische Politiker übten scharfe Kritik, auch Premierminister Mark Carney zeigte sich «sehr enttäuscht» und warf Rousseau mangelndes Urteilsvermögen und Mitgefühl vor.
Rousseau hatte erklärt, trotz «zahlreicher Französischstunden über mehrere Jahre» weiterhin nicht in der Lage zu sein, sich angemessen auf Französisch auszudrücken. Er entschuldigte sich dafür und betonte, an seinen Sprachkenntnissen weiterzuarbeiten.
Bereits 2021 hatte Rousseau für Kritik gesorgt, als er vor der Handelskammer des Grossraums Montreal fast ausschliesslich Englisch sprach. Der Verwaltungsrat betonte nun, seit zwei Jahren an einem Nachfolgeplan zu arbeiten.