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Air Canada CEO tritt wegen mangelnder Französischkenntnisse zurück

  • Air-Canada-CEO Michael Rousseau wird per Ende September zurücktreten.
  • Der Verwaltungsrat der kanadischen Fluggesellschaft bestätigte den Entscheid.
  • Er reagierte damit auf anhaltende Kritik an seinen mangelhaften Französischkenntnissen.

Der seit fünf Jahren amtierende CEO war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, nachdem er nach dem Tod zweier Air-Canada-Piloten bei einer Kollision auf dem Flughafen La Guardia in New York nahezu ausschliesslich auf Englisch kondoliert hatte.

Mehrere kanadische Politiker übten scharfe Kritik, auch Premierminister Mark Carney zeigte sich «sehr enttäuscht» und warf Rousseau mangelndes Urteilsvermögen und Mitgefühl vor.

Rousseau hatte erklärt, trotz «zahlreicher Französischstunden über mehrere Jahre» weiterhin nicht in der Lage zu sein, sich angemessen auf Französisch auszudrücken. Er entschuldigte sich dafür und betonte, an seinen Sprachkenntnissen weiterzuarbeiten.

Kanada: Französisch und Englisch als Amtssprachen

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Air Canada Flugzeug im Flug vor blauem Himmel.
Legende: REUTERS/Ben Nelms/File Photo

In Kanada existieren sowohl Französisch als auch Englisch. Beide Sprachen sind seit 1969 gleichrangige Amtssprachen. Während Englisch nahezu in ganz Kanada gesprochen wird, konzentriert sich Französisch auf wenige Provinzen.

Die Air Canada mit Sitz in Montreal ist die grösste kanadische Fluggesellschaft sowie Gründungsmitglied der Star Alliance, eine 1997 gegründete Luftfahrtallianz. Zu ihr gehört unter anderem auch die Swiss.

Bereits 2021 hatte Rousseau für Kritik gesorgt, als er vor der Handelskammer des Grossraums Montreal fast ausschliesslich Englisch sprach. Der Verwaltungsrat betonte nun, seit zwei Jahren an einem Nachfolgeplan zu arbeiten.

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