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Einnahmen offengelegt Trump verdient am meisten Geld mit Krypto

Dokumente zeigen: Am meisten verdient der Präsident mit einem Bereich, der stark von seiner Politik profitiert.

Donald Trump hat im vergangenen Jahr Einnahmen von über 1.4 Milliarden Dollar aus den Krypto-Geschäften seiner Familie gemeldet. Das zeigt die am Dienstag veröffentlichte jährliche Finanzerklärung des Präsidenten zuhanden des Büros für Regierungsethik.

Mehr als 500 Millionen Dollar brachte allein das Krypto-Unternehmen World Liberty Financial ein, das Trump gemeinsam mit seinen Söhnen und seinem Berater Steve Witkoff gegründet hat. Weitere 635 Millionen Dollar nahm Trump durch den Verkauf seiner sogenannten Meme-Coins mit dem Kürzel «$TRUMP» ein.

Comic-Illustration einer Person mit Bitcoin-Münze und grafischem Hintergrund.
Legende: Krypto als Eldorado für den Präsidenten: Illustration bei einem Krypto-Wechselbüro in Hong Kong (Dezember 2024). REUTERS / Tyrone Siu

Insgesamt kommt der Präsident in seinem ersten Amtsjahr auf Einnahmen von 2.2 Milliarden Dollar. 2024, im Jahr vor seinem Amtsantritt, waren es laut New York Times gerade mal 620 Millionen.

Die Unterlagen zeigen: Den grössten Teil der Einnahmen erzielen die Trumps inzwischen mit jenen digitalen Vermögenswerten, für deren Regulierung Trump mit seiner Regierung selbst zuständig ist.

«Wenn eine Regierung hier recht klar Position bezieht und der Präsident gleichzeitig selbst eine Digitalwährung herausgibt, dann ist das ziemlich eindeutig ein Interessenskonflikt», sagt SRF-Wirtschaftsredaktorin Isabel Pfaff.

Name Trump als Kaufargument

Bekannt wurde Trump mit Immobiliengeschäften. «Anfang der 80er-Jahre teilweise auch ganz erfolgreich, dann sind einige Projekte nicht ganz so gut gelaufen», sagt SRF-Börsenkorrespondent Jens Korte.

Trump habe dann die Strategie gewechselt: Statt eigenes Kapital in die Hand zu nehmen, habe er seinen Namen, die Marke Trump verkauft. Und andere hätten die eigentlichen Investitionen in die Immobilien getätigt.

Dass diese Menschen damit Geld verdienen, war eigentlich selten der Fall.
Autor: Jens Korte SRF-Börsenkorrespondent

Dasselbe Modell verfolge er mit seinen Kryptogeschäften. «Die Leute, die diese digitalen Münzen kaufen, teilweise auch mit dem Abbild von Donald Trump, da kommt letztendlich das Geld her. Dass diese Menschen damit Geld verdienen, das war eigentlich selten der Fall», sagt Korte.

Tiefer Fall der Trump-Gedenkmünze

Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters ist der Preis der World Liberty Tokens seit Handelsbeginn im September um 80 Prozent gefallen. Und die Trump-Gedenkmünzen, die nach ihrer Lancierung im Januar 2025 auf über 74 Dollar stiegen, sind jetzt noch 1.68 Dollar wert.

Trump unterstützt den Handel mit Kryptowährungen explizit und dereguliert den Bereich stark. So hat er Schlüsselpositionen mit kryptofreundlichen Beamten besetzt. Mehrere Krypto-Unternehmer, die wegen Betrugs oder Geldwäsche im Gefängnis sassen, hat Trump begnadigt.

Trump sah in Krypto eine Möglichkeit, durch sein Amt Geld zu verdienen und Krypto für Korruption zu nutzen.
Autor: Corey Frayer US-Konsumentenschützer

Der Finanzexperte und frühere Berater der US-Börsenaufsicht Corey Frayer sprach Anfang Juni im Interview SRF von Korruption: «Trump sah in Krypto eine Möglichkeit, durch sein Amt Geld zu verdienen und Krypto für Korruption zu nutzen.»

Das Geschäftsgebaren Trumps habe zwar Medienberichte und auch Kritik ausgelöst, sagt Börsenkorrespondent Jens Korte. «Aber in der Öffentlichkeit habe ich doch eher das Gefühl, dass viele in den USA von der Politik insgesamt schlicht und einfach desillusioniert sind.» Daher halte sich der öffentliche Aufschrei in Grenzen.

SRF 4 News, 01.07.2026, 16:43 Uhr; noes

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