- Die Internationale Energieagentur (IEA) gibt eine Liste mit Empfehlungen zum Ölsparen heraus.
- Sie reagiert damit auf steigende Ölpreise durch den Krieg im Nahen Osten.
- Laut IEA könne die Energieversorgung nur durch Sparmassnahmen gesichert werden. Es genüge nicht, wenn einzelne Länder ihre Ölreserven anzapfen.
Mehr Homeoffice, ein tieferes Tempolimit auf Strassen und Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr: Das sind drei von zehn Empfehlungen, die die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris angekündigt hat. So rät die Agentur zum Beispiel auch, auf Flugreisen zu verzichten, wenn es Alternativen dazu gibt.
Die Empfehlungen konzentrieren sich vor allem auf den Verkehr: Er sei für 45 Prozent des gesamten Ölverbrauchs verantwortlich, so die IEA. Um den Treibstoffverbrauch und Staus zu senken, könnten Grossstädte ihre Zufahrt beispielsweise abwechselnd nur noch für Autos mit geraden oder ungeraden Kennzeichen erlauben, so die IEA weiter. Tatsächlich existieren solche Modelle bereits, beispielsweise in der brasilianischen Metropole São Paulo.
Zusätzliche Einsparungen liessen sich durch Carsharing, eine effizientere Fahrweise sowie durch eine verbesserte Effizienz im Güter- und Lieferverkehr erzielen. Verschiedene Länder hätten zwar ihre Ölreserven angezapft – das allein reiche aber nicht, um die Märkte zu stabilisieren. Die Energieversorgung könne nur dann gesichert werden, wenn auch weniger verbraucht werde.
Insbesondere der Angriff Israels auf das iranische Erdgasfeld South Pars hat zu einer weltweiten Verunsicherung an den Energiemärkten geführt. Nach dem Angriff ist der Preis für Erdöl markant angestiegen, was zu Kursverlusten an den Börsen führte.