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Milano Cortina 2026 «Pinky Pascal» – der Schweizer Mann für die Sicherheit am Berg

In wenigen Tagen starten die Olympischen Spiele in Norditalien. In Livigno tragen die Freestylerinnen und Freestyler ihre Wettbewerbe aus – und für ihre Sicherheit auf den Parcours und Pisten verantwortlich ist Pascal Perret.

Person in rotem Helm, Gruppe von Menschen in Tarnkleidung im Hintergrund.
Legende: Morgenappell: Buongiorno Livigno. srf

Der 37-Jährige FIS-Funktionär und Skilehrer aus Arosa hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, denn die Arbeiten sind im Verzug. An Olympia mitwirken zu können, ist für ihn besonders. «Das ist das Ziel jedes Offiziellen. Es gibt nichts Grösseres», sagt er. Und dennoch: Die Tage vor dem Start verlangen starke Nerven.

Die Aufgabe: Sicherheit am Berg

Acht Uhr morgens, der Funk knistert. «Buongiorno – guten Tag an alle in Livigno. Gut, der Nächste ist auch wach», ruft Pascal Perret quasi zum Morgenappell. Er sollte nun eigentlich Fangnetze, Absperrungen, Sicherheitsmatten installieren, kurz: alles, was verhindert, dass Athletinnen und Athleten zu Schaden kommen.

Person mit rotem Helm hält sich an blauer Sicherheitsnetze im Schnee fest.
Legende: «Chief of Safety» Pascal Perret sorgt dafür, dass die Sicherheit für die Freestyler und Freestylerinnen an Olympia gewährleistet ist. SRF

Derzeit muss er allerdings überall mithelfen, damit alles so weit ist, dass er überhaupt das Sicherheitsmaterial – es sind rund 30 Kilometer Sicherheitsnetze und Absperrgitter – aufstellen kann.

Weil der extra für Olympia gebaute Sessellift noch nicht zugelassen ist, kommen die Teams nur zu Fuss oder mit dem Schneemobil nach oben.

Personen mit Schneemobil im verschneiten Aussenbereich.
Legende: Pascal Perret und seine Helfer müssen mit dem Schneemobil zur Piste hochfahren oder ganz klassisch: per pedes. srf

Das bedeutet viel Zeitverlust, sagt Pascal Perret. «Wenn du 20 Gebirgssoldaten hochshuttlen musst, geht das pro Fahrt zehn Minuten. Bis alle oben sind, verlierst du enorm viel Zeit.»

100 Gebirgssoldaten – viele ohne Schnee-Erfahrung

Perret kann auf eine Gruppe von bis zu 100 italienischen Gebirgssoldaten zurückgreifen. Viele kommen aus Süditalien und arbeiten erstmals bei minus 16 Grad. Pascal Perret, der wegen seines auffälligen Helms «Pinky Pascal» genannt wird, instruiert sie. Mit etwas Wohlwollen, der richtigen Mischung aus Ansporn und Wertschätzung funktioniert die Zusammenarbeit. «Am Abend muss alles fertig sein», ruft er ihnen zu.

Skifahrer in Tarnjacken diskutieren im Schnee.
Legende: Gebirgssoldaten unterstützen den Schweizer Sicherheitschef bei den Arbeiten. srf

Die «Shaper» der Halfpipe liegen im Zeitplan, andere Disziplinen hinken hinterher. «Zeitlich, da müssen wir ehrlich sein, weil es ein bekanntes Problem ist: Wir haben überall ein wenig Verspätung.»

Arbeiten unter Zeitdruck

Perret muss das Sicherheitsmaterial an die richtigen Orte auf den Berg bringen. Seine Arbeit wird erschwert, weil demnächst der gesamte Wettkampfbereich abgeriegelt wird.

Gestapelte blaue Schneenetze im Schnee vor Bergkulisse.
Legende: Sicherheitsmaterial wie Auffangnetze und Absperrgitter werden am Pistenrand deponiert. srf

Am nächsten Tag wird die Polizei das Gelände auf Sprengstoff durchsuchen, und danach wird der Zugang komplizierter. Deshalb will er so viel Sicherheitsmaterial wie möglich entlang der Fahrstrecken deponieren – ohne die Pistenarbeiter zu behindern.

Trotz Stress: Olympia als Antrieb

Trotz aller Schwierigkeiten verliert er den Humor nicht. Für alle hat er eine kleine Party organisiert – als Dank für die harte Arbeit in eisiger Kälte. Obwohl er viel Geduld braucht, sagt er: «Am Schluss ist bei den Italienern immer alles gemacht, und es funktioniert. Domani, domani – aber es kommt gut.»

Lächelnder Mann mit rotem Helm vor verschneiter Bergkulisse.
Legende: De pinke Helm ist sein Markenzeichen. Dieser trug ihm den Spitznamen «Pinky Pascal» ein. srf

An Olympia dabei zu sein, ist für den FIS-Funktionär das höchste der Gefühle: «Wir machen das für die Athleten, für den Sport. Dafür schlägt mein Herz.» Dafür steckt «Pinky Pascal» auch die langen Arbeitstage weg.

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10 vor 10, 29.01.2026, 9:50 Uhr

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