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Noch keine Lösung aus dem EDA 4000 Reisende aus der Schweiz wegen Krieg in Nahost blockiert

  • Wegen des neuen Kriegs zwischen den USA mit Israel und dem Iran sitzen viele Reisende im Nahen Osten fest.
  • Wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilt, sind über 4000 Reisende aus der Schweiz betroffen.
  • Vorläufig können sie noch nicht nach Hause.

Angesichts der anhaltenden Sperrung des Luftraums hat das Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) noch keine konkrete Lösung gefunden. Das EDA stehe sowohl mit der Fluggesellschaft Swiss als auch mit den Krisenzellen von Partnerstaaten in Kontakt, um mögliche Lösungen zu prüfen, sagte Marianne Jenni, Direktorin der Konsularischen Direktion im EDA, an einer Medienkonferenz.

Sie gehe davon aus, dass es sich bei diesen Leuten um Reisende handle, die gern ausreisen und heimkehren möchten. «Wie verstehen sehr gut, dass die Situation für unsere gestrandeten Mitbürgerinnen und Mitbürger sehr belastend ist, vor allem auch, weil niemand weiss, wie lange diese Situation andauern wird», sagte Jenni.

Stadtansicht mit moderner Skyline und traditionellen Gebäuden im Vordergrund.
Legende: Auch die Verbündeten der USA gerieten ins Visier. In Dubai, der katarischen Hauptstadt Doha und im Ort Samha in den Vereinigten Arabischen Emiraten waren Explosionen zu hören. Keystone/HANNIBAL HANSCHKE

Rund 4000 Personen aus der Schweiz seien auf der App als in der Region gestrandet registriert. Von verletzen oder toten Schweizer Bürgern habe das EDA zur Zeit keine Informationen.

Tausende Schweizerinnen und Schweizer in der Region

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In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind laut EDA-Angaben rund 5200 Personen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer registriert, hinzu kommen knapp 900 Reisende. In Israel sind rund 25'000 Personen im Auslandschweizerregister angemeldet und rund 100 auf der Reise-App Travel Admin. In Saudi-Arabien sind rund 540 Auslandschweizer gemeldet, in Katar rund 350 und im Iran rund 180. Eine deutliche Mehrheit der in Iran registrierten Personen besitzt auch die iranische Staatsbürgerschaft.

Die konsularische Direktion des EDA hat bereits Mitte Januar eine Krisenzelle konstituiert. Diese arbeite seit Samstagmorgen unter Hochdruck, wie es an der Medienkonferenz weiter hiess.

Im Zuge des Krieges der USA und Israel gegen den Iran hat das EDA Reisehinweise aktualisiert. Es rät von Reisen in den Iran, nach Israel, in den Libanon, nach Bahrain, Jordanien, Katar, Kuwait, Saudi Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate ab.

Seit Ausbruch der Kampfhandlungen hätten sie auf ihrer Helpline über dreihundert Anfragen beantwortet, teilte der Sprecher vom EDA, Michael Steiner, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Das Ministerium habe dessen Kapazitäten deshalb aufgestockt. Sie stünden ausserdem in Kontakt mit denjenigen Schweizerinnen und Schweizern, die aufgrund von Einschränkungen im Luftverkehr die Region nicht verlassen können. Diese würden «im Rahmen der Möglichkeiten» unterstützt.

Das EDA führe aber keine organisierten Ausreisen für Schweizer Staatsangehörige durch. Personen, die ausreisen wollen, sollten sich bei Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern über die Möglichkeiten informieren und die verfügbaren kommerziellen Transportmittel nutzen. Das EDA rufe Schweizerinnen und Schweizer vor Ort dazu auf, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen und sich auf der App TravelAdmin zu registrieren. Der Touring Club Schweiz (TCS) rechnet derweil mit fast 1500 Schweizerinnen und Schweizern, die weltweit gestrandet sind.

Alle Schweizer Botschaften in der Region sind gemäss den EDA-Angaben weiterhin in Betrieb. Das Personal sei wohlauf und es gebe keine Schäden an der Infrastruktur.

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SRF 4 New, 02.03.2026, 13 Uhr ; 

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