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Sorge vor Manipulation Schweizer Politiker haben die Wahl in Ungarn überwacht

Hunderte internationale Wahlbeobachterinnen und -beobachter haben den Urnengang überwacht, unter ihnen Sibel Arslan (Grüne) und Roland Büchel (SVP).

Im Vorfeld der Wahlen in Ungarn wurde befürchtet, dass es zu Manipulationen und Einflussnahme kommen könnte. Hunderte internationale Wahlbeobachterinnen und -beobachter überwachten deshalb den Urnengang. Unter ihnen waren auch die grüne Nationalrätin Sibel Arslan und SVP-Nationalrat Roland Büchel.

Menschen zählen Papiere an einem Tisch, leere Stühle im Raum.
Legende: Die Mitglieder der Wahlkommission zählen die Stimmen am Tag der ungarischen Parlamentswahl in Budapest. (12.4.2026) Reuters/Elisabeth Mandl

Sibel Arslan hat langjährige Erfahrung als Wahlbeobachterin im Auftrag des Europarats. Ihr Einsatz bei den ungarischen Wahlen hat am Sonntagmorgen um 5:30 Uhr begonnen. Sie habe im Laufe des Tages mehrere Wahllokale in verschiedenen Stadtteilen von Budapest und in vier Gemeinden ausserhalb der ungarischen Hauptstadt aufgesucht. Am Abend dann habe sie überwacht, ob die Auszählung der Stimmen korrekt ablaufe, sagt die grüne Nationalrätin.

Und sie kann nur Gutes berichten: «Der Wahlsonntag war sehr friedlich, sehr gut organisiert, ohne grosse Zwischenfälle. Ich habe selten so viele Menschen erlebt, die an einem Wahlsonntag wählen gingen. Im Sinne der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit war es sehr spannend, zu beobachten, dass die Wahlen fair und korrekt durchgeführt worden sind.»

Frau spricht vor zwei Mikrofonen.
Legende: Die Grüne Nationalrätin Sibel Arslan hat in Budapest und Umgebung mehrere Wahllokale und die Auszählung der Stimmen beobachtet. (26.2.2024) Keystone/PETER KLAUNZER

Für Roland Büchel von der SVP war es der erste Einsatz als Wahlbeobachter des Europarats. Im Unterschied zu Arslan hat er vor allem ländliche Gemeinden aufgesucht. Auch dort habe er keinerlei Unregelmässigkeiten festgestellt. Das decke sich mit den Eindrücken sämtlicher internationaler Wahlbeobachterinnen und -beobachter, wie sich beim Debriefing herausgestellt habe.

«Das Fazit der Leute aus verschiedensten Organisationen war durchs Band positiv. Die Wahl war gut organisiert, sauber und frei. Am Wahltag wurde also nichts Auffälliges bemerkt. Auch nicht in den Dörfern an der Grenze zu Rumänien, wo man vermutet hatte, dass da Komisches passieren könnte.»

Mann mit Brille im Anzug in einem Sitzungssaal.
Legende: SVP-Nationalrat Roland Büchel war als Wahlbeobachter vor allem in ländlichen Regionen im Einsatz. Auch dort gab es keine Auffälligkeiten. (5.12.2024) Keystone/ALESSANDRO DELLA VALLE

Büchel erlebte in der Wahlnacht einen Ausbruch der Freude bei den Gewinnern: «Da war Volksfeststimmung. Die Leute, vor allem in Budapest, wollten den Wechsel und haben das ziemlich ausgelassen gefeiert.»

Die grosse Mehrheit der Menschen in Budapest habe ihr gegenüber von einer Aufbruchstimmung gesprochen, sagt Sibel Arslan. «Mir wurde gesagt: ‹Wir haben eine Revolution geschafft.›»

Arslan und Büchel, so viel steht fest, haben als Beobachterin und Beobachter aus der Schweiz eine historische Wahl miterlebt.

Rendez-vous, 13.4.2026, 12:30 Uhr

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