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Aufladen elektronischer Geräte Swiss verbietet Powerbank-Nutzung an Bord – das müssen Sie wissen

Auch bei Edelweiss gelten seit heute strengere Bestimmungen. Das müssen Sie vor Ihrem nächsten Flug beachten.

Darum geht es: Bei der Swiss und Edelweiss gelten ab heute Donnerstag neue Regeln. An Bord dürfen Handy, Tablet und Co. nicht mehr mit einer Powerbank geladen werden. Zudem dürfen nur zwei der mobilen Ladegeräte im Handgepäck mitgeführt werden. Im aufgegebenen Gepäck sind sie ohnehin verboten. Elektronische Geräte können also nur noch über die Stromversorgung des Flugzeugs geladen werden – sofern es an Ihrem Sitzplatz eine Steckdose oder einen USB-Anschluss hat.

Passagiere mit Koffer in Flughafenabfertigungshalle.
Legende: Es empfiehlt sich, elektronische Geräte vor dem Flug zu laden: Gerade auf kurzen und mittleren Strecken sind nicht alle Flugzeuge mit Ladeanschlüssen ausgestattet. Keystone/Christian Beutler

Die Begründung: Die Massnahme erfolgt konzernweit, also in der gesamten Lufthansa Group, zu der Swiss und Edelweiss gehören. Die Airlines sprechen von einer Sicherheitsmassnahme. Aufgrund der in Powerbanks verbauten Lithium-Batterien kann bei Fehlfunktionen ein Brand ausgelöst werden.

Airlines reagieren auf gefährliche Vorfälle

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Hintergrund der Verschärfungen: Im vergangenen Jahr kam es zu mehreren Vorfällen, bei denen Powerbanks auf Flügen in Brand gerieten. So führte etwa im Januar 2025 eine verschmorte Powerbank zu einem Brand an Bord eines Airbus A321 von Busan (Südkorea) nach Hongkong – die Maschine stand am Boden, sodass die Passagiere aussteigen konnten. Im August geriet eine Powerbank bei einem KLM-Flug von São Paulo nach Amsterdam in Brand. Das Kabinenpersonal konnte das Feuer rechtzeitig löschen – ernsthaft verletzt wurde niemand.

Im Mai 2023 verursachte auch die Batterie einer E-Zigarette auf einem Flug von Genf einen Brand an Bord eines Airbus A320 von Easyjet. Der Vorfall ereignete sich kurz nach dem Start der Maschine nach Amsterdam. Die Batterie hatte sich im oberen Gepäckraum entzündet. Daraufhin wurde ein Notfall ausgerufen und das Flugzeug drehte um und kehrte nach Genf-Cointrin zurück. Vier Mitglieder der Kabinenbesatzung sowie neun Passagiere wurden dadurch leicht verletzt und das Flugzeug geringfügig beschädigt.

Die Regelungen im Detail: Powerbanks dürfen nicht im Gepäckfach verstaut werden. Erlaubt sind sie im Handgepäck unter dem Sitz, in der Sitztasche oder am Körper. Ausserdem ist – wie bereits erwähnt – das Laden mittels Powerbank an Bord nicht mehr gestattet. Bei Powerbanks mit einer Leistung zwischen 100 und maximal 160 Wattstunden ist für die Mitnahme zudem eine Genehmigung der Fluggesellschaft erforderlich. Entsprechendes gilt auch für elektronische Zigaretten.

So machen es andere Airlines: Ein Blick auf die Bestimmungen weiterer internationaler Fluggesellschaften zeigt einen Wildwuchs bei der Nutzung von Powerbanks an Bord. Auch die erlaubte Stückzahl variiert stark. Die Fluggesellschaft Emirates verbietet die Nutzung mobiler Ladegeräte seit dem 1. Oktober 2025, auch bei Air France, Singapore Airlines oder Qatar Airways ist dies bereits untersagt. Tendenziell kennen US-Airlines derzeit noch liberalere Regelungen. Bei Billigairlines wie Easyjet oder Ryanair ist die Nutzung von Powerbanks dagegen erlaubt.

Powerbank lädt Smartphone mit USB-Kabel.
Legende: Wichtig: Die erlaubte Leistung der Powerbanks variiert zwischen 100 und maximal 160 Wattstunden. Bei 160 Wattstunden ist bei manchen Airlines eine Genehmigung erforderlich. Imago/Chromorange

So informieren Sie sich: Es empfiehlt sich, die Bestimmungen der jeweiligen Airlines im Vorfeld der Reise genau zu studieren. Über Websites wie Aerolopa oder Seatmaps können Sie zudem herausfinden, welche Annehmlichkeiten Sie an Ihrem Platz an Bord haben – inklusive Stromversorgung via USB oder Steckdose.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 15.01.2026, 7 Uhr ; 

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