Badener wünschen sich mehr Polizei und beleuchtete Strassen

Die Menschen im Einzugsgebiet der Stadtpolizei Baden AG haben ein hohes individuelles Sicherheitsgefühl. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der Stadt Baden. Sie wünschen sich allerdings mehr sichtbare Polizeipräsenz. Auch beleuchtete Strassen würden das Sicherheitsgefühl verbessern.

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Bildlegende: Die Badener Bevölkerung fühlt sich grundsätzlich sicher. Stefan Ulrich/SRF

Ergebnisse der Umfrage:

  • Bei der Umfrage gaben 96 Prozent an, sich im Allgemeinen «sicher» oder «sehr sicher» zu fühlen. Nachts fällt das Sicherheitsgefühl etwas schwächer aus.
  • Auch Personen, die älter als 65 Jahre sind, fühlen sich grundsätzlich etwas weniger sicher als jüngere.
  • Gemäss Umfrage fühlen sich tagsüber 97,5 Prozent in ihrem Wohngebiet «sicher» oder «sehr sicher».
  • In den Nachtstunden vermindert sich dieser Wert auf 82,4 Prozent.
  • In Gemeinden, in denen die öffentliche Beleuchtung zu Nachtzeiten nicht verfügbar ist, sinkt das empfundene Sicherheitsgefühl signifikanter als in anderen.
  • Gleichzeitig wird einer verbesserten Beleuchtung ein grosser Stellenwert beigemessen, wie es in der Auswertung der Umfrage weiter heisst.

Littering und Verkehrsrowdies als Probleme

Die am Mittwoch veröffentlichte Umfrage hatte das Institut für Verwaltungs-Management der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW im Mai/Juni durchgeführt.

Von den 6000 angefragten Personen beantworteten knapp 2000 Personen die Fragen.

Als Probleme für das Sicherheitsgefühl bezeichneten die Befragten besonders häufig das Littering, undiszipliniert fahrende Verkehrsteilnehmende und Vandalismus. Weniger wichtig stellen sich für die Befragten die Themen Strassenkriminalität, aufdringliches Betteln und Belästigungen oder Beleidigungen dar. Junge empfinden Littering, Verkehrssicherheit und weitere Probleme als weniger schwerwiegend als Ältere.

Strassenbeleuchtung bleibt reduziert

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Bildlegende: In Gemeinden, in denen die Strassenlaternen zu Nachtzeiten nicht verfügbar sind, sinkt das empfundene Sicherheitsgefühl. Keystone

Seit rund einem Jahr bleiben Quartiertstrassen in der Stadt Baden und umliegenden Gemeinden in der Nacht dunkel. Zwischen 1 Uhr und 5 Uhr wird die Strassenbeleuchtung werktags abgestellt.

Daran ändere sich nichts, so Stadtrat Matthias Gotter, zuständig für den Bereich Sicherheit. Bei einigen Personen bleibe sicher ein mulmiges Gefühl. Wenn es aber nicht weitere Hinweise gebe, dass abgeschaltete Laternen zu Problemen führten, blieben die Quartierstrassen unter der Woche dunkel.

Mehr Polizeipatrouillen gewünscht

Wichtiger sei es, dass sich die Bevölkerung in der Nacht mehr uniformierte Polizisten wünsche – zu Fuss oder auf dem Velo. Daran werde im Moment gearbeitet, so Gotter. Auf der Wunschliste stehen auch mehr Schutz für Radfahrende und für besondere Stellen eine Überwachung durch Video.

Zur Arbeit der Stadtpolizei Baden äusserten sich die Befragten neutral oder zufrieden – auch zur anfangs Jahr erfolgten Fusion der Stadt- mit der Regionalpolizei. Das Korps der Stadtpolizei ist nun in den Vertragsgemeinden Birmenstorf, Ehrendingen, Ennetbaden, Freienwil, Gebenstorf, Obersiggenthal, Turgi, Untersiggenthal und Würenlingen für die lokale Sicherheit zuständig.