Theaterstück über Emmentaler Schlitzohr feiert in Olten Premiere

Von Trubschachen im Emmental nach Argentinien. Diesen Weg schlug Peter Wingeier vor 150 Jahren eher unfreiwillig ein. Trotzem machte er in Südamerika Karriere. Der Neu-Oltner Pedro Lenz bringt die Geschichte nun zusammen mit Patrik Neuhaus auf die Theaterbühne.

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Bildlegende: Pedro Lenz und Patrick Neuhaus entführen das Theaterpublikum um die halbe Welt vom Emmental bis nach Argentinien. zvg

Es ist eine wilde Geschichte, die das Duo «Hohe Stirnen» (Lenz und Neuhaus) dem Publikum präsentieren. Sie nimmt ihren Anfang im Emmentaler Ort Trubschachen und endet in Buenos Aires.

Es ist die wahre Geschichte des Uhrmachers Peter Wingeier. Er ist verheiratet mit der Witwe eines Berner Burgers. Eine Frau, die er nicht nur, aber sicherlich auch wegen ihres Geldes geheiratet hat.

Als das Geld dennoch knapp wird, bedient sich Wingeier aus der Mündelkasse von Trubschachen. Kurz darauf verschwindet er, lässt Frau und Kinder im Emmental zurück. Wingeier verschlägt es nach Argentinien wo er sich als Arzt mit dem klingenden Namen Dr. Teofilo Romang ausgibt und jedermann rät «tüet saube, saube, saube.»

Recherche in Argentinen

Romang gelangte in Argentinien zu einiger Berühmtheit. Er gründete sogar ein Dorf, welches er kurzerhand nach sich selbst benannte. Das Dorf «Romang» gibt es noch heute, 150 Jahre später. Der Neu-Oltner Pedro Lenz war dort und liess sich zum Stück über Peter Wingeier inspirieren.

Das Stück «I bi meh aus eine - die bemerkenswerte Geschichte eines Emmentaler Siedlers» feierte am Freitag Premiere im Theaterstudio Olten. Das Publikum war begeistert. Und auch Barbara Peter von SRF 2 Kultur hat es gefallen. Sie bezeichnet das Stück als «spannende witzige Geschichte. Pedro Lenz und Patrik Neuhaus machen daraus kurzweiliges Kino im Kopf».