«Wasserstadt» lohnt sich für Solothurn – trotz Deponie-Sanierung

Eine neue Studie zeigt, wie sich das Quartier «Wasserstadt» auf die Stadt Solothurn auswirken würde. Das Ergebnis: Die Stadt könnte im besten Fall mit deutlich mehr Steuern rechnen. Und: Die Deponie unter der geplanten Wasserstadt könnte – finanziell gesehen – locker saniert werden.

Tafel für die Wasserstadt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bis jetzt stehen nur Tafeln. Dereinst soll an deren Stelle ein völlig neuer Stadtteil stehen. SRF

Es tönt wie Musik in den Ohren der Solothurner Steuerzahler: Wenn die geplante Wasserstadt im Westen der Stadt Solothurn Realität wird, dann kann die Stadt den Steuerfuss senken, und zwar um bis zu neun Prozentpunkten. Das steht in einer neuen Studie, welche der Solothurner Gemeinderat an seiner nächsten Sitzung am Dienstag diskutieren wird.

Bis zu 300 Millionen Franken mehr Steuereinnahmen

Die Studie hat zum einen untersucht, welchen Nutzen die Wasserstadt für Solothurn hat. Dabei zeigte sich: Es kann mit zusätzlichen Netto-Steuereinnahmen von zwischen 200 und 300 Millionen Franken gerechnet werden. Das geht allerdings nur, wenn vorher der belastete Boden unterhalb der geplanten Wasserstadt saniert wird. Dieser Stadtteil wurde früher als Deponie für Haushaltabfälle genutzt.

Zum anderen stützt sich diese Studie auf eine andere Studie. Diese entstand im Auftrag des kantonalen Amtes für Umwelt. Darin geht es um die Kosten für eine Totalsanierung der Deponie. Diese soll maximal 110 Millionen Franken kosten. Eine frühere Studie war noch von 200 Millionen ausgegangen.

Neues Quartier am Wasser

Die Wasserstadt soll dereinst im Westen der Stadt gebaut werden. Dafür wird auch ein neuer Seitenarm der Aare samt Insel geschaffen. Geplant sind mehrere hundert Wohnungen sowie ein Hotel und ein Badestrand. Bauen sollen dieses Quartier die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Hinter der Idee steht die Wasserstadtsolothurn AG. 2006 entstand die erste Projektstudie.