BaZ-Chef Rolf Bollmann: «Die Talsohle ist nun erreicht.»
- Aktualisiert am Mittwoch, 9. Januar 2013, 7:24 Uhr
Die Schliessung der Druckerei sei unumgänglich, da sie in den letzten Jahren hohe Verluste eingefahren habe. Auch wenn die BaZ in Zürich gedruckt wird, bleibe sie eine «Basler Zeitung».
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Bildlegende: Rolf Bollmann, CEO der Basler Zeitung. Keystone
Interview mit BaZ-Chef Rolf Bollmann (Dieter Kohler, 8.1.2013)
7:35 min
Die Basler Zeitung schliesst ihre Druckerei in Kleinhüningen, damit verlieren 74 Mitarbeiter ihren Job. BaZ-Geschäftsführer Rolf Bollmann spricht im Interview mit dem «Regionaljournal» von einem schmerzhaften, aber unumgänglichen Entscheid. Die Druckerei habe in den letzten Jahren stets Verlust gemacht.
Dass die BaZ künftig bei Tamedia in Zürich gedruckt wird, bedeute keinesfalls, dass die Zeitung ihre publizistische Unabhängigkeit verliere. Inhaltlich gebe es keine Zusammenarbeit mit dem Zürcher Medienkonzern. Auch ein späterer Verkauf der BaZ an Tamedia sei kein Thema. Bollmann: «So lange die heutige Besitzer im Unternehmen das Sagen haben, wird die BaZ nie, nie verkauft.» BaZ-Besitzer Christoph Blocher hatte in der Vergangenheit stets betont, dass er die BaZ als unabhängige Tageszeitung erhalten möchte.
Im Interview nimmt Bollmann auch Stellung zur sinkenden Auflage der Zeitung. Er gibt sich überzeugt: «Die Talsohle ist erreicht.» Er rechnet damit, dass es in den kommenden Monaten nicht mehr zu aussergewöhnlich vielen Abo-Abbestellungen kommt.
Lucas Kunz, Sallneck
Dienstag, 08.01.2013, 17:38Die BaZ war schon immer ein arges Käsblatt. Nun als BloZ ist sie noch weniger lesbar geworden. Sie wird wohl als" WeWo Tageszeitung" enden.