Tennis Birseck-Cup lockt Fans in Scharen an

Eine Frau im Sporttrickot blinzelt in die Sonne und gähnt. Es ist 10 Uhr und sie sitzt vor der Tennisanlage in Arlesheim. Auf den Tenniscourts spielen Frauen und Männer schon seit 9 Uhr Bälle hin- und her. Die einen legten sportlichen Ehrgeiz an den Tag, andere genössen vor allem das Ambiente, sagt Turnierleiter Andreas «Mano» Mengisen. Beides sei gut, beides habe am Birseck-Cup seine Berechtigung und es sei eben «nicht jeder ein Siegertyp», sagt er lachend.

Zum 56. Mal wird das Tennisturnier bereits ausgetragen. Die gute Seele dahinter ist Mengisen, der den Cup seit 17 Jahren leitet.

Bleiben, um Freundschaften zu pflegen

«Ich habe um neun Uhr schon ein Tennismatch gespielt», sagt Georg Schürmann. Heute spiele er zwar nicht mehr, doch nach Hause ziehe es ihn nicht. «Ich bleibe hier, schaue ein bisschen Tennis, esse und rede mit Leuten.» Das Turnier sei nicht nur sportlich interessant, sondern auch wegen der Stimmung, die er jedes Jahr geniesse.

Nach Geniessen sieht die Arbeit von Diana Maasberg nicht aus: Sie beugt sich über einen Ordner und notiert fein säuberliche Zahlen in verschiedene Listen. Dennoch hat Maasberg extra Ferien genommen, um hier zu Arbeiten. Sie sei mit dem Tennisclub Arlesheim aufgewachsen, sagt sie, und arbeite gerne für den Birseck-Cup. «Es kommen viele Bekannte vorbei und anstatt irgendwo in der Stadt, treffen wir uns dieser Tage am Birseck-Cup.»

«  Statt irgendwo in der Stadt treffen wir uns dieser Tage am Birseck-Cup. »

Diana Maasberg
Freiwillige Helferin Birseck-Cup

Die Spielerinnen und Spieler legen unterschiedlich viel sportlichen Ehrgeiz an den Tag, sagt derweil Turnierleiter Mano Mengisen. Selber kann es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Spieler teilnehmen. «Aber früher war ich ein fighter», sagt er lachend, ein Kämpfer. Heute zeigt er zwar kein schnelles Spiel mehr, dafür einen grossen Einsatz. Die Vorbereitungen zum Birseck-Cup beginnen nämlich schon viele Monate vor dem Cup. «Es steckt sehr viel Herzblut darin, sehr viel», sagt er - und lacht gleich nochmals.