Autobahndach in Freiburg wird konkret

Das Bundesamt für Strassen und der Kanton Freiburg haben eine Grundsatzvereinbarung getroffen. Auch die Finanzierung scheint gesichert.

Seit Jahren spricht man in Freiburg davon, die Autobahn A12 zwischen den Ausfahrten Freiburg-Nord und Freiburg-Süd zu überdachen. Nun scheint es vorwärts zu gehen: Der Kanton Freiburg und das Bundesamt für Strassen Astra haben eine Grundsatzvereinbarung getroffen, wie es an einer Medienkonferenz hiess.

Geplant ist neu eine Überdachung auf einer Länge von einem Kilometer. Bisher war stets von 620 Metern die Rede. Der Bund würde etwas mehr als einen Drittel der Kosten übernehmen – 33 von 94 Millionen Franken. Das entspricht dem Betrag, welcher der Bund für Lärmschutzwände ohnehin bezahlen müsste.

Neues Bauland – Unternehmer investieren

Das Interesse an einer Überdachung besteht nicht nur aus dem Lärmschutz, vielmehr geht es um neues Bauland an bester Lage. Wird die Autobahn überdacht, könnte viel näher an die Autobahn herangebaut werden.

«Mit einer Überdachung würden wir rund 100'000 Quadratmeter zusätzliches Bauland gewinnen», sagt Jean-Daniel Wicht, Direktor des freiburgischen Baumeisterverbands und treibende Kraft hinter dem Projekt. «Das könnte Investitionen von rund einer halben Milliarde Franken generieren.»

Bereits erschlossenes Bauland an bester Lage, das ist für Investoren attraktiv. Darum ist laut Wicht auch die Finanzierung der Überdachung gesichert: «Private Unternehmen haben Interesse daran, die Überdachung mitzufinanzieren – wenn sie im Gegenzug das neu geschaffene Land bebauen dürfen.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 18.10.2016 17:30 Uhr, 19.10.2016 6:32 Uhr)

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