Das Haus der Religionen wird eingeweiht

Nächsten Sonntag ist es soweit: Am Europaplatz in Bern wird das Haus der Religionen eingeweiht. Es wird ein grosses Fest geben für dieses Projekt, das anfangs wie eine Utopie getönt hat und das während 15 Jahren geplant und gebaut worden ist - mit vielen Höhepunkten und Tiefschlägen.

Das Haus der Religionen in Bern hat eine bewegte Geschichte. Während Jahren wurde geplant und gebaut, lange stand die Finanzierungsfrage im Vordergrund, dann wiederum die Frage, welche Gruppierungen überhaupt einziehen. Nun steht das Haus. Fertig gestellt sind zwar noch nicht alle Innenräume, aber doch kann am Sonntag das Einweihungsfest steigen.

Das Haus hat drei Zwecke. Es soll als Ort der Begegnung zwischen Religionsgemeinschaften der Stadt Bern und der Öffentlichkeit dienen. Es soll ein Bildungs- und Kulturzentrum sein, in dem Migrantengesellschaften ihre Traditionen und kulturellen Schätze präsentieren und so der breiteren Öffentlichkeit bekannt machen können. Und es ist ein Ort mit fünf Sakralräumen, der hinduistischen, buddhistischen, alevitischen, muslimischen und christlichen Gemeinschaften als Gebets- und Gottesdienstort dient.

Die Sakralräume werden von kleinen Gruppierungen getragen, die in der Stadt vorher keine oder ungenügende Räume hatten. Im Trägerverein selbst sind aber die grossen Religionsgemeinschaften ebenfalls präsent, die reformierte und katholische Kirche sowie die Jüdische Gemeinde Bern. Sie beteiligen sich am Dialog und den Veranstaltungen im Haus.