Christoph Neuhaus: Pragmatischer Politiker mit einer Prise Humor

Der SVP-Politiker ist seit 2008 Vorsteher der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion. Christoph Neuhaus gilt als nüchtern und trocken, aber auch als unkonventionell. Neuhaus hat sich gegen den Willen seiner Partei für erzwungene Gemeindefusionen ausgesprochen und vor dem Volk Recht bekommen.

Christoph Neuhaus war bis zu seinem Amt als Regierungspräsident in den Medien wenig präsent. Er brachte zwar beim Volk die sogenannten Zwangsfusionen von Gemeinden durch - gegen den Willen seiner Partei. Aber das Ziel, bis 2017 die Anzahl Gemeinden auf 300 zu senken, wird der 47-Jährige nicht erreichen.

Christoph Neuhaus wurde am 10. Mai 1966 in Lützelflüh geboren. Er studierte Betriebswirtschaft und war unter anderem an den Wirtschaftsgymnasien Köniz und Bern-Kirchenfeld und am kantonalen Lehrerseminar Solothurn als Handelslehrer tätig. Christoph Neuhaus schrieb zwischen 1984 bis 2000 für verschiedene Zeitungen und war an verschiedenen Sportanlässen als Medienverantwortlicher tätig, so an den Swiss Open Gstaad, am Grand-Prix von Bern oder am Ironman Switzerland. An der Euro 2008 war Neuhaus Kommunikationschef des Bundes.

Christoph Neuhaus wohnt mit seiner Frau Julia Zhu Neuhaus in Belp in einem Bauernhaus, die beiden bekommen im Mai 2014 ihr erstes Kind. Die Familie hat Zuhause eine kleine Tierfarm: Vögel, Schafe, Katzen, Kaninchen und Hunde.

Politische Karriere

  • Seit 1985 Mitglied der SVP Kanton Bern
  • 2005 bis 2008 Gemeinderatsvizepräsident in Belp
  • Seit April 2008 Vorsteher der bernischen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK)
  • Bis Juni 2014 Regierungspräsident

Fragen an Christoph Neuhaus

Im Kanton Bern
verändern will ich…




... den
Umstand, dass wir eine unterdurchschnittliche Wirtschaftskraft und eine
überdurchschnittliche Steuerbelastung haben. Das heisst, ich will mich dafür
einsetzen, dass die Wirtschaftskraft gestärkt wird.
Im Kanton Bern
unbedingt gleich bleiben muss…  




... die unvergleichliche
Lebensqualität, die Vielfalt seiner Regionen – darum auch freue ich mich und
bin dankbar, dass die Stimmenden des Berner Jura am 24.11.13 so erdrückend Ja
gesagt haben zum Verbleib in unserem schönen Kanton.

Auf neue Ideen komme
ich…






... wenn
ich in der Natur unterwegs bin zu Fuss, sei es entlang der Aare, im Berner
Oberland oder im nahen Gantrischgebiet.
Was niemand von mir
weiss, ist...




... dass
ich mir vorgenommen habe, einen Baumschnittkurs zu besuchen. Das gibt
einerseits einen sympathischen Händedruck, andererseits kann ich dann das
Dutzend Hochstammbäume in unserer Hofstatt selber pflegen, damit aus den gut
daumendicken Stämmen starke Bäume wachsen.
Wenn ich nicht in der
Politik wäre…            
... wäre ich wahrscheinlich auch
zufrieden und hätte hoffentlich auch so eine spannende Tätigkeit wie jetzt als
Regierungsrat. Denn ich hatte das Glück, bisher immer spannende Herausforderungen
in meinem Leben zu haben und das war ein Geschenk.