Bergbahnen Zoff bei den Bergbahnen Splügen

Drei der fünf Verwaltungsräte der Bergbahnen Splügen-Tambo AG sind per sofort zurückgetreten. Sie fühlten sich von der Standortgemeinde zu wenig unterstützt, und das Vertrauensverhältnis sei gestört. Vorläufig übernimmt nun der Verwaltungsrats-Vizepräsident die Verantwortung.

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Bildlegende: Drei der fünf Verwaltungsräte der Bergbahnen Splügen-Tambo AG sind per sofort zurückgetreten. Tambo AG

Den Bergbahnen Splügen fehlt das Geld. Sie sind auf die Unterstützung von den Gemeinden angewiesen. Zwölf Gemeinden der Talschaften Rheinwald und Schams zählen sich zu den Hauptaktionären. Der grösste Teil dieser Gemeinden haben einer Kapitalerhöhung von 1,3 Millionen bereits zugestimmt. Mitte Dezember stand dieser Punkt in Splügen auf der Traktandenliste der Gemeindversammlung. Allerdings wurde das Traktandum auf weiteres verschoben. Die Bergbahnen müssen weiter auf ihr Geld warten.

Der Gemeindepräsident von Splügen ist auch Verwaltungsrats-Vizepräsident der Bergbahnen. Dass er sich in seiner Gemeinde, welche auch die Standortgemeinde der Bahnen ist, nicht mehr einsetzt für die Kapitalerhöhung, verurteilen die abtretenden Verwaltungsräte. In ihrer Mitteilung ist von Vertrauensverlust die Rede.

Bis der Verwaltungsrat wieder vollständig ist, übernimmt der Verwaltungsrats-Vizepräsident die Verantwortung der Geschäfte.

Die Gemeinde Splügen nimmt den sofortigen Rücktritt der Verwaltungsräte zur Kenntnis, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde, auf eine weitere Stellungnahme zu den eingebrachten Vorwürfen wolle man aber verzichten.