Flamenco trifft auf Streichmusik

Die Appenzellerin Bettina Castaño reiste nach der Matura nach Sevilla und lernte dort Flamenco tanzen. Heute gehört sie zu den besten ihres Genres und kombiniert Flamenco mit Weltmusik. So tanzt sie auch zu Appenzeller Streichmusik. Es ist eine Hommage an die Heimat.

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Mit Lust und Leidenschaft

3:04 min, aus 10vor10 vom 30.10.2013

Flamenco mit Streichmusik zu kombinieren ist eine unorthodoxe Idee. Für Bettina Castaño passen die Stile aber zusammen: «Appenzeller Streichmusik ist auch eine Tanzmusik.» Castaño hat bereits im Gymnasium Appenzeller Tänze getanzt und spielt Cello. Deshalb sei ihr die Streichmusik sehr nahe. Castaños Programm findet auch im Ausland grossen Anklang.

Sennen als Premiere-Publikum

Der erste Auftritt mit dem Appenzeller Programm fand im Gasthaus Rossfall in Urnäsch statt. Die anwesenden Sennen waren zu Beginn noch skeptisch. «Doch nach einer Weile gefiel es ihnen und am Schluss standen sie auf den Bänken», sagt die Flamenco-Künstlerin. Castaño wird bei ihren Auftritten von den Alderbuebe begleitet, welche als sehr experimentierfreudig gelten.

«Am Anfang mussten wir ihr beim Tanzen immer zuschauen. Aber nun haben wir uns daran gewöhnt und lassen uns nicht mehr ablenken», sagt Walter Alder von den Alderbuebe. Castaño arbeitet auch mit Künstlern aus Indien zusammen und tanzte schon zu den Cellosuiten von Johann Sebastian Bach. Heute lebt Bettina Castaño in Sevilla und führt dort eine Tanzschule.