500 Jahre Reformation «Ulrich Zwingli und ich: Eine Verwandtschaft ist sicher da»

Dänu Wisler ist Musiker aus Leidenschaft. Und er schreibt Bücher, aktuell eines über den Reformator Ulrich Zwingli. Was den gebürtigen Berner ins Toggenburg und dort zu Zwingli führte.

Musikinstrumente wie zu Zwinglis Zeiten: Dänu Wisler im Regionaljournal Ostschweiz auf Besuch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Musikinstrumente wie zu Zwinglis Zeiten: Dänu Wisler im Regionaljournal Ostschweiz auf Besuch. SRF / Michael Breu

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Dänu Wisler

Der 51-Jährige wuchs in Summiswald im Berner Emmental auf. Nach einer Lehre als Mechaniker, besuchte er die Jazz-Schule in Luzern, studierte Theologie, arbeitete als Jugendarbeiter in Thun und lebte vier Jahre in Spanien. Heute ist er freischaffender Musiker, Komponist und Autor. Er lebt in Oberhelfenschwil im Toggenburg und hat drei Söhne.

SRF News: Warum haben Sie ein Buch über Ulrich Zwingli geschrieben?

Dänu Wisler: Ich bin grundsätzlich an Geschichte interessiert. Es hat sich anerboten, weil ich per Zufall herausgefunden haben, dass Zwingli auch Musiker war. Das hat mich fasziniert. Beim recherchieren hat es mich dann gepackt.

Und was inspirierte Sie, dass sie Zwinglis Instrumente nachbauen liessen und eine CD einspielten?

Das hat mich am meisten fasziniert. Ich habe Zwinglis Melodien viel und lange gespielt. Da lernt man viel, wie er sich fühlte. Ich habe auch seine romantische Seite kennengelernt.

Es gibt parallelen zwischen Ihrer Geschichte und jener von Zwingli: Bauernsohn, aufgewachsen in einem Bergtal, Theologiestudium, Interesse an Musik. Wie ähnlich sind Sie mit Zwingli?

Eine «leichte Verwandtschaft» ist sicher da. Aber höchstens im entfernten Sinne. Ich möchte mich nicht vergleichen; «Schuster bleib bei deinen Leisten», sage ich.