Hackbrett trifft auf finnische Fiedeln und irische Flöten

Volksmusik tönt nicht überall gleich. Das sollen sich Luzerner Studierende zunutze machen und beim Austausch mit Finnland und Irland neue Einblicke erhalten.

Die erste gemeinsame Probe von Musikern aus drei Nationen stellt man sich chaotisch vor. Die Stimmung in Altdorf ist aber gelassen, ein Probedurchlauf reiht sich an den nächsten. Ab und zu wirft jemand eine Spielvariante in die Runde, Englisch, Deutsch und Finnisch mischen sich.

Probe ohne Noten

Für das Konzert am Urner Alpentöne Festival haben die Studierenden insgesamt dreissig Volksmusikstücke eingeübt, zehn aus jedem Land. Die Lieder wurden Zuhause einstudiert, jetzt gilt es, an den Arrangements zu feilen und Neues auszuprobieren. Hochschul-Dozent Andreas Gabriel schätzt diese Herangehensweise: «Notenständer sieht man hier keine. Wenn alle Noten vor sich hätten, wäre die Stimmung eine völlig andere. So aber sind wir freier im Ausprobieren mit Rhythmen und Melodien.»

Unterschiedliche Traditionen

Christina Brunner, die in Luzern Cello studiert, sagt, für sie seien Finnen und Schweizer relativ ähnlich in ihrer Art Volksmusik zu spielen. Irischen Stücke seien jedoch ganz anders: «Die irischen Stücke sind für Schweizer Ohren recht ungewohnt, sie haben viele schnelle Wendungen.»

Für das Konzert am Sonntag wünscht sich Dozent Gabriel einen inspirierenden Austausch mit den anderen beiden Volksmusikkulturen und ein lustvolles, lockeres Musizieren.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.