Der FCZ trägt bald seine Fans auf der Brust

Für die Challenge-League-Saison hat der FC Zürich keinen Trikotsponsor gefunden. Nun füllt der Club den freien Platz auf den Leibchen auf besondere Art. Wer möchte, kann sein Porträt auf das offizielle Match-Trikot drucken lassen.

Zwei Fussballspieler im vollen Lauf, beide den Blick auf den Ball gerichtet. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Voller Einsatz, leeres Leibchen. Marco Schönbächler ohne Sponsor auf der Brust im Spiel gegen Osmanlıspor. Keystone

Die Anhänger des FC Zürich können sich auf dem Trikot ihres Vereins verewigen. Wer bereit ist, 450 Franken zu bezahlen, kann sein Portraitfoto auf das Leibchen drucken lassen.

Es sei mehr als eine Verlegenheitslösung, weil der Club keinen Trikot-Sponsor gefunden hat, so der FCZ-Sprecher Süha Demokan: «Wir führten Gespräche mit verschiedenen Interessenten. Es hat sich jedoch mit keinem etwas ergeben.»

Ausserdem passe die Aktion unter dem Titel «S'Trikot isch ois» zur aktuellen Saison, so Demokan: «Es ist eine Gelegenheit, den Fans etwas zurückzugeben und ihnen die Möglichkeit zu schenken, ganz nahe beim Team zu sein.» Mitten auf der Brust nämlich.

Keine Witzbolde im GC-Schal

Bis am Dienstagmittag gingen bereits über 100 Anmeldungen ein. Süha Demokan ist daher optimistisch, dass die insgesamt 720 Plätze, die zur Verfügung stehen, auch gefüllt werden können.

Jedes Foto schafft es aber nicht auf das Trikot, es gelten klare Regeln. Pro Bild darf nur eine Person zu sehen sein, Firmenlogos sind nicht erlaubt. Und auch sonst prüfe der Club die Fotos, so Demokan: «Es gibt klare Ausschlusskriterien, wir prüfen die Bilder genau.» Das Portrait einer Person mit GC-Schal oder FCB-Kappe wird es also nicht aufs Leibchen schaffen.

Hintertür für Hauptsponsor bleibt offen

Wer mitmacht und die 450 Franken bezahlt, erhält dafür ein Trikot sowie eine Einladung zu «einem besonderen Anlass mit der 1. Mannschaft», so Demokan. Die Aktion soll einmalig bleiben und sich auf diese Saison beschränken.

Ausserdem hält sich der FCZ eine Hintertüre offen, sollte er für diese Spielzeit doch noch einen Sponsor finden: «Wir haben noch Platz in der zweiten Halbzeit. Gespräche finden weiterhin statt.» Es könnte also sein, dass sich die Spieler des FC Zürich in der Halbzeit jeweils umziehen müssen und für die zweite Hälfte jeweils mit einem Leibchen samt regulärem Hauptsponsor aus der Kabine kommen.