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Ab 2027 Die Post steigt aus dem Patientendossier EPD aus

  • Die Post steigt aus dem elektronischen Patientendossier (EPD) aus.
  • Wie die Post gegenüber SRF bestätigt, werden Patientendossiers, die über die Post laufen, ab dem nächsten Jahr nicht mehr unterstützt.
  • Betroffen sind 70'000 private Nutzerinnen und Nutzer.

Die Post ist die grösste Anbieterin des EPD. In Zukunft sollen alle Personen in der Schweiz automatisch ein sogenanntes Gesundheitsdossier erhalten.

Die Post begründet den Entscheid mit einer Neuausrichtung des Bundesrats. Im November gab dieser bekannt, dass er die Digitalisierung im Gesundheitswesen mit einem neuen Gesetzesentwurf zum elektronischen Gesundheitsdossier (E-GD) neu ausrichten wolle.

«Seit der angekündigten Neuausrichtung ist die Nachfrage nach dem heutigen elektronischen Patientendossier (EPD) gesunken», schreibt die Post in ihrer Mitteilung. Man wolle den Fokus künftig auf das elektronische Gesundheitsdossier legen

Die Post Sanela Health AG bietet die EPD-Plattform der Post für Gesundheitsdienstleister und Spitäler sowie für Privatpersonen an. Die Sanela habe festgestellt, dass die Nachfrage nach dem EPD zurückgehe.

Person geht an einer gelben Wand mit einem grossen schwarzen und roten Symbol vorbei.
Legende: EPD-Patientendossiers, die über die Post laufen, sollen ab dem nächsten Jahr nicht mehr unterstützt werden. KEYSTONE/ Peter Schneider

Partner und potenzielle Kunden wie beispielsweise Spitäler oder Arztpraxen zeigen sich zurückhaltend, was die Weiterführung und Neueinführung des EPD betrifft, und immer weniger Privatpersonen würden neue Dossiers eröffnen, schreibt die Post.

Was passiert mit den Dossiers?

Aktuell zähle die Plattform rund 70'000 Kundinnen und Kunden. Diese können die Plattform noch bis Ende 2026 regulär weiternutzen. Danach bestehe die Möglichkeit, die Daten aus dem Dossier in die Post-App zu migrieren, schreibt die Post. Von da aus könne man dann «geschützt mit medizinischen Fachpersonen kommunizieren».

SRF 3, 25.6.2026, 13 Uhr ; 

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