Zürich steckt Millionen in die Veloförderung

Die Stimmberechtigten in Zürich haben sich mit grosser Mehrheit für eine millionenschwere Veloförderung ausgesprochen. Daneben haben sie Ja gesagt zu einer städtischen Siedlung im Zürcher Seefeld, zur Erweiterung des Konservatoriums und zu einem Stadtmuseum im Landesmuseum.

Velostreifen mit gelbem Velosymbol Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Jungen Grünen wollten 200 Millionen Franken ins Velonetz investieren. Dem Stadtrat reichen 120 Millionen. tsueri.ch

Die Stadtzürcher wollen das Netz an Velorouten in ihrer Stadt ausbauen. Sie folgten sowohl der Initiative der Jungen Grünen, als auch dem Gegenvorschlag des Stadt- und Gemeinderats. In der Stichfrage entschiedenen sie sich jedoch für den Gegenvorschlag. Zur Initiative sagten 50.9 Prozent Ja, zum Gegenvorschlag 62,9 Prozent.

Damit soll in den nächsten 20 Jahren für die Planung und den Bau von kommunalen Velorouten, -stationen und -abstellplätzen insgesamt 120 Millionen Franken aufgewendet werden. Über die Aufteilung des Rahmenkredits in Objektkredite für Projekte wird der Stadtrat entscheiden. Er erstattet dem Gemeinderat jährlich Bericht über das Bauprogramm für die nächsten drei Jahre.

Die Jungen Grünen forderten einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken für die nächsten 20 Jahre. Der Stadtrat sollte aber auch bei ihrer Vorlage entscheiden, welche Massnahmen umgesetzt werden

Städtische Siedlung im Seefeld

Nach dem deutlichen Ja der Stimmberechtigten zu einem Kredit von 100,7 Millionen Franken für den Bau der städtischen Siedlung Hornbach entstehen im teuren Seefeld 122 Wohnungen mit moderaten Mietzinsen, sowie Räume für Gewerbe und Kinderbetreuung. Erste Mieter – vorwiegend Familien – können voraussichtlich im Winter 2017/18 einziehen. 65,7 Prozent der Stadtzürcher Stimmbürger und Stimmbürgerinnen legten ein Ja in die Urne.

Die Befürworter sehen im gemeinnützigen Wohnprojekt einen dringenden Beitrag zur Durchmischung des Seefeldes. Die Gegner befürchteten, dass die Stadt weitere Luxuswohnungen in einem bereits sehr teuren Quartier erstellen will.

Ja zum Stadtmuseum und der Erweiterung des Konservatoriums

Ja gesagt haben die Zürcher auch zur Eröffnung eines Stadtmuseums innerhalb des Landesmuseums. 63,5 Prozent waren für eine dauerhafte Ausstellung über ihre Heimatstadt.

Am meisten Ja-Stimmen gab es für den Kauf der Liegenschaft an der Florhofgasse 6. Insgesamt waren 74,1 Prozent der Stimmenden dafür. Der Kauf soll die Platznöte des Konservatoriums Zürich lindern und einen grossen Teil der Unterrichts- und Verwaltungsräume an einem Ort zusammenführen.