Acht Tage nach Geburt: Inselspital trennt siamesische Zwillinge

Nur wenige Tage nach ihrer Geburt sind siamesische Zwillinge am Berner Inselspital erfolgreich getrennt worden. Das Inselspital und das mitbeteiligte Universitätsspital Genf sprechen von einer «medizinischen Sensation».

OP-Team in blauer Bekleidung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Die perfekte Teamarbeit der Ärzte und Pflegenden waren der Schlüssel zum Erfolg», sagt Chefarzt Steffen Berger (r). Universitätsklinik für Kinderchirurgie, Inselspital

Eine gute Woche nach ihrer Geburt sind am Berner Inselspital siamesische Zwillinge erfolgreich getrennt worden. Dabei dürfte es sich um eine Weltpremiere handeln. Weder dem Inselspital noch dem an der Operation beteiligten Universitätsspital Genf ist ein Fall bekannt, wo so kleine miteinander verwachsene Kinder getrennt wurden. In der Regel erfolgt die Operation erst nach drei bis sechs Monaten.

Die Kinderchirurgen betraten deshalb am 10. Dezember Neuland, wie die beiden Universitätsspitäler berichteten. Die erfolgreiche fünfstündige Operation zur Trennung der beiden Mädchen sei eine «medizinische Sensation».

Die Mutter der Neugeborenen hatte diese am 2. Dezember zusammen mit einem weiteren Mädchen als Drillinge zur Welt gebracht. Eines der Mädchen war gesund, zwei waren an der Leber grossflächig zusammengewachsen, eine spätere Operation war aufgrund ihres Zustandes nicht möglich gewesen. Heute gehe es den Kindern und den Eltern gut, lässt sich Chefarzt Steffen Berger zitieren.