- Der Mann, der in Zofingen sieben Passantinnen und Passanten teils schwer verletzt hat, ist nicht schuldfähig.
- Ein Gutachten attestiert ihm paranoide Schizophrenie.
- Die Staatsanwaltschaft beantragt deshalb eine stationäre Massnahme.
- Zudem soll der gebürtige Spanier für 15 Jahre des Landes verwiesen werden.
Der 43-Jährige griff am 15. Mai 2024 im Bereich des Bahnhofs Zofingen und auf dem Weg durch das Stadtgebiet verschiedene Personen mit Gegenständen an. Danach verschaffte er sich Zutritt zu einem Haus, stach mit einem Messer auf die Bewohnerin ein und verbarrikadierte sich. Spezialkräfte der Polizei konnten ihn später festnehmen.
Sämtliche Opfer haben die Tat überlebt. «Einzelne betroffene Personen leiden bis heute an den Folgen der Tat und befinden sich weiterhin in Behandlung», teilt die Staatsanwaltschaft mit.
«Gestützt auf ein forensisch-psychiatrisches Gutachten, leidet der Beschuldigte an einer paranoiden Schizophrenie.» Der Mann sei wohl nicht schuldfähig, sagt die Staatsanwaltschaft. Er soll eine stationäre therapeutische Massnahme absolvieren. Hinzu käme ein Landesverweis von 15 Jahren.
Als Tourist in die Schweiz eingereist
Der heute 43-jährige Spanier kam gemäss Staatsanwaltschaft als Tourist in die Schweiz. Ihm werden unter anderem mehrfache versuchte Tötung, mehrfache Nötigung, geringfügiger Diebstahl und mehrfacher Hausfriedensbruch vorgeworfen.
Der Beschuldigte hat die Taten gestanden. Bis zum Entscheid des Gerichts zum Antrag der Staatsanwaltschaft auf eine therapeutische Massnahme gilt die Unschuldsvermutung.