- In der Schweiz ist ein Mann positiv auf ein Hantavirus getestet worden.
- Er befindet sich derzeit im Universitätsspital Zürich in Behandlung, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilt.
- Der Mann war Ende April von einer Reise in Südamerika zurückgekehrt.
Zuvor hielt er sich auf einem Kreuzfahrtschiff auf, auf dem mehrere Hantavirus-Fälle auftraten. Wie die WHO auf X schreibt, erhielt der Mann eine E-Mail des Schiffsbetreibers, in der die Passagiere über den Vorfall des Hantavirus informiert wurden. Daraufhin habe sich der Mann in das Universitätsspital begeben. Dort sei er laut Anfaben des BAG umgehend isoliert worden.
Ein Test im Referenzlabor des Universitätsspital Genf (HUG) bestätigte die Infektion mit dem Virus, wie das BAG weiter schreibt. Es handelt sich um das Andesvirus, eine in Südamerika verbreitete Variante des Hantavirus. Übertragungen zwischen Menschen treten selten auf und erfordern engen Kontakt.
Die Ehefrau des Patienten zeigt bisher keine Symptome. Sie bleibt vorsorglich in Selbstisolation. Die Behörden klären ab, ob weitere Personen Kontakt mit dem Mann hatten.
Das Bundesamt für Gesundheit stuft das Risiko für weitere Fälle als auch für die Bevölkerung als gering ein. In der Schweiz treten pro Jahr zwischen null und sechs Fälle von Hantavirus-Fieber auf, meist nach Ansteckungen im Ausland.