- Mehrere Tausend Menschen haben in Lausanne an einem «antifaschistischen Karneval» teilgenommen.
- Die Demonstration, die bereits im Vorjahr stattfand, sollte laut Veranstaltern den öffentlichen Raum «zurückerobern» und gegen «die Zunahme des Faschismus» mobilisieren.
- Der Anlass verlief ohne grössere Zwischenfälle, obwohl nationalistische Gruppen im Vorfeld zu Gegenaktionen aufgerufen hatten.
Trotz des weitgehend friedlichen Charakters kam es zu Sachbeschädigungen: Zahlreiche Tags wurden an Verkehrsschildern und Gebäuden angebracht. Auch die Fassaden der Banken UBS und BCV wurden mit roter Farbe bespritzt. Krawalle oder Auseinandersetzungen innerhalb des Umzugs wurden jedoch nicht gemeldet.
Der «carnaval populaire et déter» zählte laut Keystone-SDA rund 5000 Teilnehmende. Die Polizei sprach von etwa 4000. Der Umzug startete im Quartier du Vallon und folgte entgegen behördlichen Vorgaben einer eigenen Route durch die Innenstadt, bevor er im Park Montbenon endete.
Viele Teilnehmende waren vermummt, tanzten hinter neun dekorierten Wagen, warfen Konfetti und zündeten vereinzelt Pyros. Begleitet wurde der Zug von verschiedenen politischen Slogans.