Wenn die Temperaturen steigen, gibt es kaum etwas Schöneres als einen Sprung ins kühle Nass und danach eine Glace vom Badi-Kiosk. Damit der Badibesuch für alle zum Vergnügen wird, braucht es jedoch nicht nur Sonnenschutz und Badehose, sondern auch eine Portion Rücksichtnahme und Toleranz. Besonders an heissen Tagen, wenn die Badetücher schon fast übereinander statt nebeneinander liegen.
1. Sicherheit beim Turmspringen
Ein Backflip ist etwas Schönes, jedoch nur, wenn man nicht auf dem Kopf einer anderen Person landet. Das kann nicht nur schwere Verletzungen zur Folge haben, sondern auch als Tätlichkeit oder gar Körperverletzung geahndet werden. Dasselbe gilt auch beim Schwimmen. Gerade in vollen Badis muss man damit rechnen, dass die Bahnen doppelt bis dreifach belegt sind. Ein gelegentlicher Blick nach vorn empfiehlt sich.
2. Diese Kleidervorschriften gelten
Nacktbaden ist in den meisten Badis nicht erlaubt. Vereinzelt gibt es Bereiche, in denen man die Hüllen fallen lassen kann. Grundsätzlich wird jedoch das Tragen von «ordentlicher Badekleidung» verlangt. Dabei gelten für Frauen oft strengere Regeln als für Männer: Während Männer problemlos ohne Oberteil baden dürfen, ist das Oben-ohne-Baden für Frauen vielerorts untersagt.
3. Fotografieren und unangenehme Blicke
In Badis sieht man zwangsläufig viel nackte Haut. Somit ist besondere Rücksichtnahme gefordert. Unangenehme Blicke sowie Kommentare über den Körper werden schnell zur Belästigung. Auch Fotografieren kann schnell zu einer Verletzung der Privatsphäre führen. In vielen Freibädern ist das Fotografieren sogar ausdrücklich verboten. Denn wer ein Bild von seinem Kind auf der Rutsche machen will, hat bei einer vollen Badi zwangsläufig auch andere Badegäste vor der Linse.
4. Persönlichen Raum respektieren
Auf der Badewiese kann es an heissen Sommertagen schnell eng werden. Es gehört sich, den persönlichen Raum der Menschen nicht zu stören. Wenn also noch ein halber Quadratmeter zwischen den Tüchern frei ist, sollte man es sich zweimal überlegen, ob da wirklich noch genügend Platz für eine fünfköpfige Gruppe ist.
5. Sport zwischen den Tüchern
Zum Badeerlebnis gehört für viele auch eine Runde Fussball oder Frisbee. Andere dagegen wollen lieber in Ruhe relaxen oder etwas lesen. Wenn man dabei immer damit rechnen muss, von einem Ball an den Kopf getroffen zu werden, kann das stören. Bei einer vollen Badi sollte man es demnach in Erwägung ziehen, das Spiel dorthin zu verlagern, wo es genügend Platz hat.
6. Laute Musik und Gerüche
Was ebenfalls für Unmut sorgen kann, ist zu laute Musik. Deshalb empfiehlt es sich, Lautsprecher nur so laut einzustellen, dass die Musik innerhalb der eigenen Gruppe hörbar bleibt. Schliesslich teilt nicht jede Besucherin und nicht jeder Besucher denselben Musikgeschmack. Selbst wenn gerade der persönliche Lieblingssong läuft. Dieselbe Rücksichtnahme ist auch bei Gerüchen gefordert, die nicht jedem Geschmacksprofil entsprechen, beispielsweise beim Rauchen oder Vapen.
Grundsätzlich kann man mit einer Portion Rücksichtnahme relativ einfach sicherstellen, dass alle Badegäste einen schönen Tag am Wasser verbringen können. Und ansonsten hilft ein bewährtes Mittel: Was einem stört, freundlich ansprechen und einen guten Kompromiss finden.