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Besuch beim Pontifex Guy Parmelin beschenkt Papst Leo mit signiertem Federer-Schläger

  • Vor der Vereidigung von 28 neuen Schweizergardisten hat Bundespräsident Guy Parmelin im Vatikan Papst Leo XIV. getroffen.
  • Als Mitbringsel für den tennisbegeisterten Papst hatte der Bundespräsident einen signierten Schläger von Roger Federer im Gepäck.
  • Das anschliessende Gespräch sei «offen und freundschaftlich» verlaufen, sagte Parmelin vor den Medien.
  • Mit dem Papst habe er unter anderem über den geplanten Neubau der Kaserne für die päpstliche Schweizergarde im Vatikan gesprochen.

Anlässlich der Vereidigung der neuen Schweizergardisten befindet sich Bundespräsident Guy Parmelin im Vatikan. Dort hat er auch den Papst getroffen. Im Gepäck: ein signierter Tennisschläger von Roger Federer, den er dem Pontifex als Geschenk überreichte.

Federer könne leider nicht hier sein, sagte Parmelin, lasse jedoch seine Grüsse ausrichten. Der Schläger der Schweizer Tennislegende sei zum Aufhängen, betonte Parmelin. Da der tennisbegeisterte Papst Leo jedoch selbst gerne zum Schläger greift, hat der Bundespräsident natürlich noch einen zweiten Schläger zum Spielen mitgebracht.

Schon im Mai erhielt der Pontifex einen Profi-Schläger. Damals von Jannik Sinner. Zudem erhielt er laut Vatikan News auch eine Ehrenmitgliedschaft im italienischen Tennis- und Padel-Verband FITP. Eine Partie mit Sinner im Vatikan lehnte der Papst damals jedoch ab.

Bau neuer Kaserne für die Schweizergarde

Beim anschliessenden Gespräch zwischen Parmelin und dem Papst ging es unter anderem um die Bauarbeiten der neuen Kaserne der päpstlichen Schweizergarde. Ziel sei es, dass die Bauarbeiten der neuen Kaserne im kommenden Jahr beginnen, und zwar anlässlich des 500. Jahrestags der Plünderung Roms (Sacco di Roma) am 6. Mai 1527. Damals verloren 147 Schweizergardisten bei der Verteidigung von Papst Clemens VII. gegen die Landsknechte von Kaiser Karl V. ihr Leben.

Bundespräsident Parmelin zu Besuch im Vatikan

Der Vatikan warte noch auf die Genehmigung der Unesco für den Plan zur Kasernenrenovierung, sagte Parmelin weiter. Als Teil des Weltkulturerbes müssen grössere Baumassnahmen im Vatikan von der UNO-Organisation bewilligt werden.

«Offen und freundschaftlich»

Die Atmosphäre beim Gespräch mit Papst Leo XIV., der am Freitag den ersten Jahrestag seiner Wahl feiert, sei «offen und freundschaftlich» gewesen. Das Thema der internationalen Konfliktherde sei dabei im Vordergrund gestanden.

Laut dem Bundespräsidenten ist die Rolle des Papstes in dieser Phase grosser internationaler Spannungen besonders relevant. «Seine Stimme ist extrem respektiert. Mein Gefühl ist, dass in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren die Bedeutung der Worte des Papstes in Bezug auf Frieden noch mehr zunehmen wird», sagte Parmelin.

Teilnahme an Vereidigung der Gardisten

Parmelin hat am Mittwochnachmittag an der feierlichen Vereidigung neuer Schweizergardisten im Vatikan teilgenommen. Auch in diesem Jahr war Papst Leo XIV. persönlich bei der Zeremonie anwesend. Sie fand diesmal wieder im Damasushof statt. An der Vereidigung teilgenommen haben auf Einladung des Kommandanten der Schweizergarde, Oberst Christoph Graf, auch der Chef der Schweizer Armee, Korpskommandant Benedikt Roos.

In diesem Jahr legen 28 Rekruten den Fahneneid ab. Jeder der neuen Soldaten gelobte bei der Feier einzeln, den Papst und alle seine rechtmässigen Nachfolger zu schützen und zu verteidigen, auch unter Einsatz des eigenen Lebens.

Die aus Schweizer Bürgern bestehende Garde ist seit 1506 die offizielle Armee des Papstes. Sie ist die älteste Armee der Welt.

SRF 4 News, 4.5.2026, 16 Uhr ; 

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