- Das Bundesamt für Statistik hat die neusten Daten der natürlichen Bevölkerungsbewegung veröffentlicht.
- Wieder wurden in der Schweiz 2025 weniger Kinder geboren, allerdings nur minim weniger als 2024.
- Die Zahl der Todesfälle blieb relativ stabil.
Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den Nachbarländern und anderen europäischen Staaten werden immer weniger Kinder geboren. In Frankreich lag die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau bei 1.56, was der niedrigste Stand seit dem Ersten Weltkrieg ist. In der Schweiz liegt diese Zahl im Jahr 2025 gemäss dem Bundesamt für Statistik bei 1.28 Kindern pro Frau.
Nach Angaben des Bundesamtes wären 2.1 Kinder pro Frau erforderlich, um eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur zu erreichen. Jüngere Frauen haben 2025 weniger Kinder geboren (–2 Prozent), während die Frauen über 35 Jahre mehr Kinder zur Welt brachten als 2024 (+3.1 Prozent). Das provisorisch errechnete Alter der Mütter bei der Geburt lag bei 32.5 Jahren und hat sich im Vergleich zum Vorjahr minimal erhöht (+ 0.1 Prozent).
Obwohl die Anzahl Neugeborener 2025 abgenommen hat, hat die Schweizer Bevölkerung um 0.8 Prozent zugenommen. Wie das Bundesamt für Statistik ebenfalls erhoben hat, lebten insgesamt 9'124'288 Menschen in der Schweiz, davon 6'597'646 mit Schweizerischer Nationalität, 2'526'642 waren Staatsangehörige eines anderen Landes.
Der sogenannte Geburtenüberschuss, die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, blieb mit 6300 Personen positiv. Seit 2016 nimmt diese Differenz laufend ab, wie das Bundesamt für Statistik schreibt.
Stabile Sterberate
2025 sind 71'900 Menschen in der Schweiz gestorben, das sind 40 Personen weniger als 2024. Es verstarben etwas mehr Frauen (35'600) als Männer (36'000). Durchschnittlich lagen 23.9 Prozent der Todesfälle im Alter von 65 bis 79 Jahren.
Die grosse Mehrheit der Todesfälle trat jedoch im hohen Alter ein: 64.7 Prozent waren über 80 Jahre alt. 1300 Menschen starben im Alter von 100 Jahren oder älter, wobei es in grosser Mehrzahl Frauen waren (80.4 Prozent).
Weniger Heiraten und weniger Scheidungen
Zum Ja-Wort kam es vergangenes Jahr seltener. Insgesamt 35'900 Ehen wurden geschlossen, das sind 900 Ehen weniger als 2024. Davon waren 800 gleichgeschlechtliche Ehen und 200 Umwandlungen von eingetragenen Partnerschaften zu einer Ehe. Nach der Pandemie und der Einführung der Ehe für alle kam es im Jahr 2022 zu einem kurzzeitigen Anstieg der Heiraten. Seit 2023 nimmt diese Zahl stetig ab.
Abgenommen hat auch die Anzahl der Scheidungen: 2025 wurden 15'800 Ehen geschieden, 60 davon waren gleichgeschlechtliche Paare. Im Vergleich zu 2024 wurden 400 Ehen weniger geschieden. Wie das Bundesamt für Statistik berechnet, ist – sofern sich der Trend so fortsetzt – davon auszugehen, dass 39.1 Prozent der Ehen irgendwann geschieden werden, also rund zwei von fünf ehelichen Partnerschaften.
Seit 2022 kann der Geschlechtseintrag im Zivilstandregister geändert werden. Im Jahr 2025 wurde dies 600 Mal vollzogen, was 50 Fälle mehr sind als 2024. Mehr Personen änderten ihren Eintrag von «Mann» zu «Frau» als umgekehrt (313 zu 262). Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren änderten am häufigsten ihren Geschlechtseintrag.