G20-Krawalle in Hamburg Bewährungsstrafe für Schweizer nach Angriff auf Polizisten

Verurteilter Schweizer in Hamburg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der 29-Jährige wurde vom Amtsgericht Hambrug verurteilt. Reuters

  • Wegen zweier Flaschenwürfe auf Polizisten kurz vor dem G20-Gipfel hat das Amtsgericht Hamburg einen Schweizer zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.
  • Der Richter sprach den Schweizer der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig.
  • Der Angeklagte hatte den Vorwurf gleich zu Beginn der Verhandlung gestanden und Reue gezeigt.

Demnach war der 29-Jährige am 5. Juli von Zürich in die norddeutsche Stadt gefahren, um friedlich gegen den G20-Gipfel zu demonstrieren. Am Abend nach einer Demonstration unter dem Motto «Lieber tanz ich als G20» sei er betrunken gewesen und habe die Flaschen geworfen. Er bestritt zugleich, wenig später auf einen Passanten eingeschlagen zu haben, der ihn und seine Begleiter vom Zertreten von Flaschen abhalten wollte. Das Gericht liess diesen Vorwurf fallen.

Der Staatsanwalt hatte eine Strafe von anderthalb Jahren auf Bewährung gefordert. Die Verteidigerin hatte sich dafür ausgesprochen, wegen der zweimonatigen Untersuchungshaft unter schwierigen Bedingungen von einer Strafe abzusehen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Hamburg nach dem G20-Gipfel

    Aus Tagesschau vom 10.7.2017

    Nach den Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels wird der Ruf nach einer europäischen Datei für Linksextremisten laut. In Hamburg wurden auch neun Schweizer Linksextreme verhaftet. Einschätzungen von Holger Schmidt, Terrorismus-Experte der ARD