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Bibers Superkräfte Biber als wichtiger Verbündeter für die Biodiversität

Lange galt er als blosser Holzfäller. Eine Studie krönt den Biber nun zum Multitalent: Er ist Wasser-Magier und Artenretter. Seine grösste Superkraft ist aber eine andere.

Eine neue Studie, in Auftrag gegeben vom Bund, enthüllt die fast magischen Fähigkeiten des Bibers. Die Zauberformel ist simpel: Mit seinen Dämmen verwandelt das Nagetier unscheinbare Bäche in blühende Oasen.

Biber im Unterholz.
Legende: Das Fällen und Abasten ufernahen Gehölzes ist nur der erste Schritt der biberstarken Fertigkeiten. Keystone / Christian Beutler

In den 16 untersuchten Gebieten explodierte die Artenvielfalt förmlich: 2.6-mal mehr Pflanzen- und Tierarten und sogar 5.9-mal mehr Lebewesen tummeln sich dort, wo der Biber baut. Ganz nebenbei werden seine Teiche zu effektiven Klimaschützern, die mehr Kohlenstoff binden als ein Wald.

Der Damm-Baumeister als Wasser-Magier

Das wahre Meisterstück des «Ökosystem-Ingenieurs» ist aber das Wasser. Seine aufgestauten Teiche wirken wie natürliche Kläranlagen, in denen die Vegetation Schadstoffe wie Nitrate einfach wegschluckt.

Überschwemmter Wald mit kahlen Bäumen und stehenden Gewässern.
Legende: Im Niederholz-Wald entlang dem Mederbach bei Marthalen ZH haben die Biber das gesamte Gebiet überschwemmt, indem sie den einst geraden Bach gestaut haben. Das zieht viele neuen Arten an. Keystone / Christian Beutler

Das Ergebnis: saubereres Wasser. Gleichzeitig funktioniert sein Revier wie ein riesiger Schwamm, der die Landschaft auch bei Trockenheit feucht hält.

Würde der Biber alle für ihn passenden Gewässer in der Schweiz besiedeln, könnte er eine Wassermenge von bis zu zwei Millionen Kubikmetern speichern. Das wären rund sechshundert prall gefüllte olympische Schwimmbecken – ein beeindruckendes Reservoir in Zeiten zunehmender Dürreperioden.

Mehr Raum für den besten Mitarbeiter

Seit seiner Wiederansiedlung 1956 haben sich rund 5000 Biber in der Schweiz breitgemacht. Und es ist noch viel Platz: Auf rund 30’000 Hektar könnte er sich ausbreiten, ohne uns gross in die Quere zu kommen.

«Der Biber ist unser bester Verbündeter, um lebendige und widerstandsfähige Gewässer zurückzugewinnen», schwärmt Studien-Mitautorin Cécile Auberson.

Studie soll Impuls sein für die Politik

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Mit ihren Daten hoffen die Forschenden, den kantonalen und eidgenössischen Behörden stichhaltige Argumente zu liefern, um die Akzeptanz der Biber zu fördern, wie sie in einer Pressemitteilung festhalten. Für sie geht es darum, das Säugetier in Projekte zur Gewässergestaltung und -revitalisierung einzubeziehen und es weiterhin als Instrument zur Förderung von Feuchtwäldern zu nutzen.

Die Programmvereinbarung «Umwelt 2025–2028» zwischen den Kantonen und dem Bund ermöglicht dies bereits. Darin heisst es, wo dies möglich und sinnvoll sei, könnten die Aktivitäten des Bibers durch die Schaffung eines Waldreservats geschützt und gefördert werden. Der Bericht vergisst auch die städtischen Gebiete nicht und weist darauf hin, dass der Biber die Biodiversität sogar in der Stadt fördern kann.

Doch wo gehobelt wird, da fallen bekanntlich Späne. Konflikte, insbesondere mit der Landwirtschaft, sind unvermeidlich. Deshalb sei der Dialog entscheidend, so Auberson. Denn wenn es gelingt, im Team zu arbeiten, wird der pelzige Baumeister zum unbezahlbaren Mitarbeiter für die ganze Schweiz.

SRF 4 News, Nachrichten, 16.3.2026, 13:30 Uhr ; 

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