- Die Sanierung der mit Dioxin belasteten Böden in Lausanne dürfte bald beginnen.
- Das haben der Kanton Waadt und die Stadt Lausanne in einer gemeinsamen Medienkonferenz mitgeteilt.
- Ab dem ersten Halbjahr 2026 werden 15 als vorrangig eingestufte Standorte saniert – vor allem Orte, wo sich Kinder aufhalten.
- In Lausanne sind über 3000 Grundstücke mit Dioxin verschmutzt.
Der Boden wird analysiert, die kontaminierte Erde wird entfernt, deponiert und durch saubere Erde ersetzt, wie die Stadt Lausanne und der Kanton Waadt über die Stadträtin Natacha Litzistorf und den Staatsrat Vassilis Venizelos bekannt gegeben haben.
In dieser ersten Phase, die vier Jahre dauern soll, sollen auch 1600 Parzellen untersucht werden, insbesondere in einem «Pilotgebiet», das für die verschiedenen Verschmutzungsgrade repräsentativ ist. Ziel sei es, die Strategie für künftige Sanierungsarbeiten zu verfeinern.
In dieser ersten Phase finanziert die Stadt die Sanierung der vorrangigen Standorte (5.2 Millionen Franken), der Kanton die verschiedenen Untersuchungen (3.5 Millionen Franken).
Die Dioxinverseuchung in Lausanne, deren Ausmass in der Schweiz beispiellos ist, wurde 2021 bekannt. Sie wurde durch die ehemalige Verbrennungsanlage von Vallon verursacht.
Dioxine sind gesundheitsgefährdend
Der Bund schreibt auf seiner Website, dass Dioxine gesundheitsgefährdend seien. Von einigen Dioxinen sei zudem bekannt, dass sie das Krebsrisiko erhöhen können.
In Lausanne wurden im Boden Dioxinwerte gemessen, die bis zu 32-mal über den Normen des Bundes liegen, wie das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS im Oktober berichtete. Demnach erkrankten einige Bewohnerinnen und Bewohner Lausannes in der betroffenen Region an Krebs und schrieben das dem dioxinverseuchten Boden zu.
Eine vom Kanton Waadt in Auftrag gegebene Studie vom August 2024 ergab allerdings, dass das Krebsrisiko der Betroffenen in Lausanne minimal sei. Zwei renommierte Experten auf diesem Gebiet zweifelten gegenüber RTS die Studie an und skizzierten methodische Mängel.