- Das Nothelferkurszentrum Schweiz registriert seit der Brandkatastrophe in Crans-Montana einen deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen für Unternehmen.
- Die Zahl der Buchungen im Firmenbereich stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent.
Das Bewusstsein für Themen wie Erste Hilfe, betriebliche Notfallvorsorge und Brandschutz habe sich in den vergangenen Wochen klar verstärkt, stellte Jéròme Fricker, Geschäftsführer des Nothelferkurszentrums Schweiz, in einer Mitteilung fest.
Immer mehr Unternehmen setzten sich aktiv mit ihrer Verantwortung auseinander und stellten sicher, dass ihre Mitarbeitenden im Ernstfall richtig und rasch reagieren können.
Betriebe sind gesetzlich verpflichtet, die Erste Hilfe sicherzustellen und Personen auszubilden. Dass diese gesetzliche Vorgabe derzeit verstärkt umgesetzt wird, bewertet das Nothelferkurszentrum Schweiz als sehr positive Entwicklung.
Steigendes Risikobewusstsein
«Wir haben in den letzten Jahren oft erlebt, dass Prävention erst dann Priorität erhält, wenn Ereignisse die eigene Verwundbarkeit deutlich machen», wird Fricker zitiert. Investitionen in Erste-Hilfe-Schulungen seien in der Vergangenheit teilweise aus Kostengründen hinausgezögert oder mit der Annahme relativiert worden, im eigenen Betrieb werde ohnehin kein schwerwiegender Vorfall eintreten.
Auch aus dem Bereich Brandschutz werden ähnliche Entwicklungen gemeldet. Unternehmen, die Brandschutzkurse anbieten, berichten derzeit ebenfalls von aussergewöhnlich hohen Teilnehmerzahlen und stark wachsendem Interesse.
Es sei zu hoffen, dass die aktuelle Bewusstseinsschärfung nachhaltig sei und langfristig zu einer Stärkung der Sicherheitskultur in den Unternehmen beitrage, schreibt das Nothelferkurszentrum.