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Digitale Identitätskarte Bund führt E-ID per 1. Dezember ein und nimmt Anpassungen vor

  • In der Schweiz kann die elektronische Identitätskarte – die E-ID – voraussichtlich ab dem 1. Dezember eingesetzt werden.
  • Das hat der Bundesrat bekannt gegeben.
  • Bis zur Einführung will der Bund noch Anpassungen an der E-ID vornehmen.
  • Ursprünglich war die Einführung für diesen Sommer geplant gewesen.

Wie der Bundesrat bekanntgab, will das Bundesamt für Justiz (BJ) damit die Akzeptanz der E-ID stärken. Der Einführung der E-ID stimmte das Schweizer Volk im September 2025 an der Urne nur ganz knapp zu.

Datenschutz steht im Vordergrund

Konkret soll es nach Einführung der E-ID nur für gesetzlich berechtigte Anbieterinnen möglich sein, die AHV-Nummer der Nutzenden abzufragen. Unautorisierte Anfragen würden von der «Swiyu»-App automatisch blockiert, heisst es in der Bundesratsmitteilung. «Swiyu» ist der Name der Applikation, mit welcher die E-ID bestellt werden kann.

E‑ID soll den digitalen Alltag erleichtern

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Das Schweizer Stimmvolk hat die E-ID im letzten Herbst an der Urne knapp angenommen.

Mit der E-ID sollen sich Nutzerinnen und Nutzer künftig digital ausweisen können. Die E-ID soll künftig benutzt werden können, um im Internet beispielsweise einen Strafregisterauszug zu bestellen, ein Bankkonto zu eröffnen oder sein Alter beim Kauf von Alkohol nachzuweisen. Sie ist eine freiwillige digitale Alternative zum Schweizer Pass oder der ID-Karte, die man immer auf dem Handy dabeihaben kann.

Auch sollen E-ID-Anbieterinnen verpflichtet werden, ihre Datenabfragen und deren Zweck vorgängig in einem öffentlich zugänglichen Register des Bundes zu hinterlegen. Fehlt die Registrierung oder verlangt die Anbieterin zu viele Informationen der Nutzenden, erhalten diese via «Swiyu» eine Warnung und können beim BJ eine entsprechende Missbrauchsmeldung machen.

Hand hält Smartphone mit e-ID-Anzeige.
Legende: Ende September nahm das Stimmvolk an die Abstimmung zum Bundesgesetz über den elektronischen Identitätsnachweis an. Bis Ende Jahr soll das Produkt stehen (Bild: 12.8.2025) KEYSTONE / Anthony Anex

Das BJ soll eine fehlbare Anbieterin als letzte Massnahme vom E-ID-System und der Vertrauensinfrastruktur ausschliessen können.

Unmittelbar nach dem Urnenentscheid habe Bundesrat Beat Jans das BJ beauftragt, die Hauptkritik der Gegnerinnen und Gegner der E-ID bis zur Einführung der E-ID soweit möglich umzusetzen, steht in der Mitteilung des Bundesrats weiter. An seiner jüngsten Sitzung ist der Bundesrat über die geplanten Anpassungen informiert worden.

SRF4 News, 25.2.2026, 14 Uhr ; 

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