- In der Region Landquart GR sind 45 Bienenvölker mit einem Pflanzenschutzmittel vergiftet worden.
- Gewisse Völker wurden stark geschwächt, wie der Bündner Kantonstierarzt sagte.
- Ob die Bienenvölker komplett vernichtet worden sind, ist noch nicht klar.
45 Bienenvölker an zwei Standorten in der Region Landquart wiesen Vergiftungserscheinungen auf, wie Giochen Bearth sagte. Der Kantonstierarzt bestätigte damit einen Bericht des Regionaljournals von Radio SRF 1.
Entgegen seinem ursprünglichen Kenntnisstand sei aber nicht restlos klar, ob die 45 Bienenvölker komplett vernichtet worden sind, so Bearth im Verlaufe des Donnerstags gegenüber Keystone-SDA. Er gehe aktuell von einer starken Schwächung aus.
Ein spezialisiertes Labor wies bei den Bienenvölkern gemäss Bearth das Insektizid Spinosad, das in der Landwirtschaft eingesetzt wird, nach. Der Kantonstierarzt geht nicht davon aus, dass die Bienen bewusst vergiftet worden sind.
Abklärungen laufen
«Bienen sind in einem grossen Radius unterwegs. Substanzen, die vielleicht sogar korrekt in der Landwirtschaft eingesetzt worden sind, können unter Umständen den Bienen schaden», so Bearth im Regionaljournal Ostschweiz.
«Durch gezielte Massnahmen wird nun versucht, die langfristige Überlebensfähigkeit der Bienenvölker zu sichern», ergänzte Bearth gegenüber Keystone-SDA. Beispielsweise könnten unterschiedliche Bienenvölker zusammengelegt werden.
Wer das Pflanzenschutzmittel genutzt hat, ist derzeit noch unklar. Die zuständige kantonale Behörde klärt dies gemäss Bearth ab.