Drei Schweizer im Alter von 21 und 22 Jahren müssen sich wegen versuchter Erpressung der Zürcher Kantonalbank vor Gericht verantworten. Die drei sollen Bitcoin im Wert von drei Millionen Franken gefordert haben. Ansonsten würden sie Kundendaten veröffentlichen.
Ihren Erpressungsversuch begingen die drei Schweizer im September 2024. Sie forderten 61 Bitcoins (rund drei Millionen Franken) bis Freitagnacht, 6. September. Ansonsten würden Kundendaten publiziert. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, spielten sie Journalisten mehrere Datensätze zu.
Ehemalige Mitarbeiter verhaftet
Die ZKB weigerte sich, das Geld zu zahlen und erstattete bei der Kantonspolizei Anzeige. Nur eine Woche später konnte die Polizei vier Personen festnehmen, darunter auch zwei ehemalige Mitarbeiter der Bank. Gegen die beiden und gegen einen dritten Mann erhebt die Staatsanwaltschaft nun Anklage, wie sie am Freitag mitteilte.
Der Verdacht gegen den vierten Mann habe sich nicht erhärtet, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern versuchte Erpressung vor, mehrfache Verletzung des Berufsgeheimnisses und weitere Delikte. Sie fordert für die drei Freiheitsstrafen zwischen 13 und 30 Monaten. Der Prozess findet am Bezirksgericht Uster statt. Der Termin steht noch nicht fest.