Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

ESC 2026 Host-City-Übergabe: Basel schenkt Wien eine «Ladäärne»

Das leuchtende Geschenk von Basel an Wien verbindet Wahrzeichen aus beiden Städten und ein Portrait des ESC-Siegers JJ.

Die Halbfinals des Eurovision Song Contest ESC 2026 werden am Montagabend in Wien ausgelost. Bevor es losgeht, löst die österreichische Hauptstadt feierlich Basel als Host City ab. Als Gastgeschenk bringt die Basler Delegation eine eigens angefertigte Fasnachtslaterne mit. Das ist der letzte Auftritt Basels als ESC-Gastgeberin.

Fasnachtslaterne von Basel für Wien als ESC-Austragungsort 2026
Legende: Das Basler «Bhaltis» für Wien als ESC-Host-City in diesem Mai: eine spezielle Fasnachtslaterne – hier Vorder- und Rückseite. zVg Kanton Basel-Stadt

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig erhält die Laterne aus den Händen des baselstädtischen Regierungspräsidenten Conradin Cramer. Am Nachmittag wird die Laterne von Basler Trommeln und Piccolos begleitet durch die Wiener Innenstadt getragen. Sie spielen unterwegs zum Rathaus Fasnachtsmärsche – und auch die Eurovision-Melodie.

Leuchtend verbundene Wahrzeichen

Die Wahl des Geschenks erklärt Basel damit, dass beide Städte als Kultur- und Musikstädte bekannt seien. Das ESC-Motto lautet «United by Music». Ein Stück Basler Kulturerbe werde nach Wien gebracht und so eine Brücke zum ESC geschlagen.

Auf der Laterne ist ESC-Gewinner JJ zu sehen, der mit seinem Sieg in Basel den ESC 2026 nach Wien holte. Auf der Rückseite steht im Vordergrund ein Ueli – eine typische Figur der Basler Fasnacht. Dahinter sind zwei Wahrzeichen der beiden Städte abgebildet: das Wiener Opernhaus und das Basler Münster.

Wir bringen so den Basler Geist nach Wien.
Autor: Conradin Cramer Regierungspräsident Basel-Stadt

«Die Idee ist, dass wir den Basler Geist, also den Fasnachtsgeist, so nach Wien bringen», sagte Regierungspräsident Cramer vor der Abreise. Die Fasnachtslaterne zeige viel von dem, was Basel ausmache. Und mit den Motiven aus beiden Städten habe das eine «starke, tolle Symbolik». Das könne auch in der österreichischen Hauptstadt Eindruck machen.

Feier-Tipp vom Rheinknie

Cramer rät Wien angesichts der Erfahrungen von Basel als Host City, man dürfe den ESC nicht einfach als Fernsehshow verstehen, sondern so gestalten, dass die ganze Bevölkerung etwas davon hat: als Fest für alle Einheimischen und Gäste, ein Erlebnis. «Ich würde Wien als Tipp geben, das ebenfalls zu versuchen.»

Übergabefeier der Host City 2024 Malmö an Basel 2025.
Legende: Vor einem Jahr nahm der Basler Regierungspräsident Conradin Cramer (rechts) als Geschenk der Vorjahres-Host-City Malmö einen bunten Mantel entgegen. Mitgebracht hatte diesen Carina Nilsson (links), Präsidentin des Stadtrates der schwedischen Metropole. Keystone / Georgios Kefalas

Von Malmö als Host City 2024 hatte Basel Anfang 2025 einen bunten Mantel als Übergabegeschenk erhalten. Dieser ist nun im Historischen Museum, als Erinnerungsstück an ein besonders aufregendes Jahr am Rheinknie.

In Wien steht übrigens bereits ein Gastgeschenk von Basel, ein Basiliskenbrunnen. Dieser wurde im Rahmen des letzten gemeinsamen Grossanlasses, der Fussball-Europameisterschaft 2008, in einem Wiener Stadtpark am Parkring aufgestellt. Damals waren Basel und Wien die Hauptaustragungsorte.

Regionaljournal Basel Baselland, 12.1.2026, 6:30 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel