- Beim Fasnachtsumzug in Le Châble (VS) ist der Luftkompressor einer Konfettikanone auf einem Umzugswagen explodiert.
- Elf Personen wurden dabei verletzt. Eine Person musste mit schweren Verletzungen mit einem Helikopter ins Spital gebracht werden.
- Viele Personen am Rande des Umzugs haben durch den Knall eine Hörstörung (Tinnitus) erlitten.
Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag während des traditionellen Fasnachtsumzugs im Hauptort Le Châble der Gemeinde Val de Bagnes im Unterwallis. Der genaue Unfallhergang wird von der Staatsanwaltschaft untersucht. Die Ursache der Explosion ist nach aktuellen Erkenntnissen ein explodierter Luftkompressor einer Konfettikanone auf einem Umzugswagen.
Wie die Kantonspolizei Wallis mitteilte, wurden elf Personen verletzt. Sie wurden vor Ort erstversorgt und anschliessend in verschiedene Spitäler im Unterwallis und der Waadt gebracht. Eine Person musste mit schweren Verletzungen mit einem Helikopter ins Universitätsspital Lausanne (Chuv) geflogen werden. Die Walliser Rettungsorganisation (KWRO 144) beorderte drei Rettungshelikopter der Air-Glaciers, vier Ambulanzfahrzeuge und einen Rettungsarzt (Smur) zum Unfallort.
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Bild 1 von 3. Die Spanplatten des Aufbaus auf dem Umzugswagen sind durch die Wucht der Explosion zerfetzt worden. Bildquelle: Kantonspolizei Wallis.
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Bild 2 von 3. Der Kompressor und die Konfettikanone befanden sich auf dem Anhänger des Umzugswagens. Bildquelle: RTS.
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Bild 3 von 3. Der Umzugswagen wurde von der Kantonspolizei für die Untersuchung festgesetzt. Bildquelle: RTS.
Eine vor Ort anwesende Person sagte gegenüber Radio und Fernsehen RTS, dass gegen 15 Uhr ein lauter Knall zu hören war. «Wir dachten zuerst, es sei ein Feuerwerkskörper, aber wir haben schnell gemerkt, dass es lauter war», sagte eine Anwesende. Die Explosion sei vermutlich im ganzen Bagnertal gehört worden. Le Châble liegt im Talgrund unterhalb der Tourismusdestination Verbier.
Wegen der lauten Explosion haben viele Teilnehmende am Fasnachtsumzug eine Hörstörung erlitten. Die Kantonspolizei teilte mit, dass betroffene Personen, die nach 24 Stunden immer noch ein anhaltendes Pfeifen (Tinnitus) feststellen, eine Arzt aufsuchen sollten.