Fukushima-Effekt in der Schweiz verpufft

Das Umweltbewusstsein der Schweizer Bevölkerung hat sich nach der Katastrophe von Fukushima nicht nachhaltig verändert. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des Forschungsinstituts gfs-zürich. Auch beim Thema Energiesparen zeigt sich ein Negativtrend.

Der Fukushima-Effekt sei weitgehend verschwunden, teilte gfs-zürich mit. Die Befragten waren 2012 weniger selbstkritisch als 2011: 58 Prozent schätzten sich im vergangenen Jahr als überdurchschnittlich umweltbewusst ein, gegenüber 43 Prozent im Jahr 2011.

Gestiegen ist auch der Anteil der Bürger, die ihr Umweltverhalten (51 gegenüber 38 Prozent 2011) und ihr Verständnis für Umweltzusammenhänge (54 gegenüber 39 Prozent) als überdurchschnittlich bewerten.

Die Skepsis gegenüber technischen Lösungen von Umweltproblemen hat abgenommen. Während 2011 67 Prozent der Befragten Skepsis äusserten, sank der Wert 2012 auf 59 Prozent.

Die Bereitschaft, selber etwas für den Umweltschutz zu tun, ist hoch. 93 Prozent recyceln, drei Viertel der Befragten benutzen häufig Energiesparlampen. 

Studie Univox Umwelt 2012 Anteil der Befragten, welche die Risiken der Kernenergie für nicht tragbar halten (Zeitraum 2008-2012). gfs-Zürich

Abgenommen hat die Sammeldisziplin bei Batterien (von 96 auf 87 Prozent) und bei Kompost (von 74 auf 66 Prozent). Ausserdem gaben weniger Befragte (69 Prozent) an, Energie durch weniger Heizen zu sparen (2011: 73 Prozent).

Für die repräsentative Univox-Studie hat das Forschungsinstitut gfs-zürich 2012 insgesamt 1008 Personen in der Deutschschweiz und der Romandie befragt. Der Fehlerbereich liegt bei +/- 3,1 Prozent.