- Der Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz (MVS) hat die Mietpreis-Initiative eingereicht.
- Nach Angaben des Verbands kamen mehr als 140'000 Unterschriften zusammen.
Die Initiative verlangt, dass Mieten automatisch und regelmässig überprüft werden. Fällt die Überprüfung negativ aus und die Mietpreise sind «missbräuchlich hoch», sollen Vermieterinnen und Vermieter die Miete senken müssen.
Getragen wird die Initiative von einer Allianz aus Parteien, Gewerkschaften und weiteren Organisationen, darunter die SP.
Der Mieterinnen- und Mieterverband begründet das Anliegen mit der hohen Belastung durch Wohnkosten. Fast 40 Prozent der Mieterinnen und Mieter gäben mehr als einen Drittel ihres Einkommens für die Miete aus, schreibt der Verband. Für viele Haushalte seien die Wohnkosten zur grössten finanziellen Belastung geworden. Viele Menschen wollten die aktuelle Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt nicht länger akzeptieren.
Der Verband argumentiert zudem, dass die Mieten in den vergangenen Jahren trotz sinkender Zinsen nicht zurückgegangen seien. Dies, weil die Mietpreise ungenügend kontrolliert würden. Nach Angaben des Verbands würden rund 60 Prozent der Haushalte in der Schweiz in einer Mietwohnung leben und durchschnittlich rund 360 Franken pro Monat zu viel bezahlen. Demnach fliessen so jedes Jahr rund 10 Milliarden Franken von den Mietenden zu den Vermietenden – und dies «missbräuchlich», wie der Verband argumentiert.
Widerstand von Hauseigentümern
Der Hauseigentümerverband Schweiz (HEV) lehnt die Initiative ab. Sie setze am falschen Ort an und schaffe keinen zusätzlichen Wohnraum, schreibt der Verband.
Aus Sicht des Hauseigentümerverbands liegt die Ursache der steigenden Mieten im knappen Angebot. In der Schweiz würden zu wenige Wohnungen gebaut, während die Bevölkerung weiter wachse. Dies treibe insbesondere die Mieten bei Neuvermietungen nach oben.