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Heisser Sommer Die Politik sucht nach Antworten auf die Trockenheit

Die aktuelle Trockenheit macht den Bauern zu schaffen – aber auch die Bevölkerung ist zunehmend betroffen und mancherorts dazu aufgerufen, Wasser zu sparen. Inwieweit die Schweiz auf Dürren vorbereitet ist, erläutert Bundeshausredaktorin Ruth Wittwer.

Ruth Wittwer

Bundeshaus-Korrespondentin

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Ruth Wittwer ist Bundeshaus-Korrespondentin von Radio SRF, seit 2017 gehört sie auch zur SRF-Inlandredaktion. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Journalistin, unter anderem sechs Jahre in den USA, davor bei Radio SRF 3 sowie Lokalradios und -zeitungen.

Wie reagiert die Politik auf die anhaltende Trockenheit?

Immer mehr Landwirte schlagen Alarm – darunter sind auch SVP-Politiker. Sie spüren zunehmend die Auswirkungen des Klimawandels in ihren Betrieben. Die Bauern rufen jetzt nach Hilfe aus Bern. Der Bundesrat solle handeln und sie unterstützen. Immer wieder wird erwähnt, die Schweiz brauche ein besseres Wassermanagement. Dazu gehört etwa, Restwasser und Regenwasser aufzufangen und in Reservoirs zu speichern. Auch solle die Forschung nach hitzeresistenten Pflanzen vorangetrieben werden. Die Grüne Partei ihrerseits bringt den Hitze-Aktionsplan vom letzten Jahr wieder aufs Tapet. Bauernverbandspräsident Markus Ritter bezeichnet die Situation als «anspruchsvoll». Er plädiert aber dafür, Ruhe zu bewahren. Ob es weitere politische Massnahmen brauche, werde sich zeigen.

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Bewirkt das aktuelle Wetter ein Umdenken der SVP beim Klimaschutz?

Bei einzelnen Exponenten der Partei wächst wohl das Bewusstsein dafür – aus eigenen Erfahrungen. Das zeigt sich etwa bei den Bäuerinnen und Bauern, die in der SVP politisieren. Sie sind direkt und real mit den Schäden der Klimaerwärmung konfrontiert. Bereits mussten einige Bauernbetriebe Tiere notschlachten, weil Futter und Wasser knapp sind. Dazu hat sich die SVP allerdings noch nicht offiziell geäussert. Ihr Bundesrat Albert Rösti sagte kürzlich immerhin, sein Departement Uvek arbeite an einem Klimaschutz-Aktionsplan.

Wie wird die Wassernutzung aktuell priorisiert in der Schweiz?

Es gibt keine nationale, gesetzliche Prioritätenliste. Verantwortlich sind vielmehr die Kantone und die Gemeinden. Bei Wasserknappheit entscheiden sie über Einschränkungen oder Verbote. Sicher aber kommt zuerst die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. Danach versucht man, langlebige Kulturen wie Obstbäume zu erhalten. Und dann kommen Industrie und Kraftwerke. Die geringste Priorität hat der Verbrauch von Wasser fürs Rasenspritzen, Autowaschen oder den Swimmingpool füllen.

Hat die Schweiz einen Überblick über den Wasserverbrauch?

Nein, nicht wirklich. Der Verbrauch an Trinkwasser vom Wasserhahn wird zwar von der öffentlichen Wasserversorgung erfasst. Aber für Landwirtschaft und Industrie gibt es keine genauen Zahlen. Dort stammt viel Wasser aus eigenen Quellen oder aus Bächen und Flüssen. Es gibt also keinen nationalen Überblick, wer, wo, wie viel Wasser verbraucht. Das herauszufinden soll aber eines der Ziele des erwähnten Klimaschutz-Aktionsplans des Bundes sein.

Rendez-vous, 24.7.2026, 12:30 Uhr ; 

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