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Kampf gegen Cyberkriminalität Aus Feind mach Freund: Schützt uns KI bald vor Cyberbetrug?

  • Ein Fake-Anruf von der Polizei oder von einer Bank – digitale Betrugsfälle sind in der Schweiz weit verbreitet.
  • Über 60'000 Cyberangriffe wurden letztes Jahr dem Bundesamt für Cybersicherheit gemeldet, wie ein neuer Bericht zeigt.
  • Hoffnung soll nun die künstliche Intelligenz selbst bieten.

KI als Lösung im Kampf gegen Cyberkriminalität? Das mag auf den ersten Blick verwundern, wird künstliche Intelligenz doch eher als Risiko im Cyberbereich betrachtet.

Wir sehen, dass künstliche Intelligenz vor allem für Betrugsfälle eingesetzt wird: Videos fälschen, Sprache fälschen.
Autor: Florian Schütz Direktor Bundesamt für Cybersicherheit

So machen sich Cyberkriminelle KI mehr und mehr zunutze, was auch der oberste Cyberverantwortliche der Schweiz, Florian Schütz, einräumt. Er ist Direktor des Bundesamts für Cybersicherheit und sagt: «Wir sehen, dass künstliche Intelligenz vor allem für Betrugsfälle eingesetzt wird: Videos fälschen, Sprache fälschen.»

KI könnte Abwehr automatisieren

Betrügereien im Netz werden dank KI also noch einfacher, die Betrugsmaschen noch raffinierter. Aber auch die Verteidiger könnten sich künftig mit KI aufmunitionieren. Heute seien die Spiesse nämlich ungleich lang – die Verteidigung sei viel aufwendiger als der Angriff, sagt Florian Schütz: «Angreifer müssen einen Angriffspunkt finden. Verteidiger müssen alle Angriffspunkte verteidigen.»

Ich habe die Hoffnung, dass KI den Verteidigern mehr hilft als den Angreifern.
Autor: Florian Schütz Direktor Bundesamt für Cybersicherheit

Heute müsse das Netz manuell verteidigt werden – an Hunderten Fronten gleichzeitig. Mit KI könne die Verteidigung quasi automatisiert werden, so Schütz. Zum Beispiel mit Tools, die Software durchgehend auf Schwachstellen scannen oder die Unregelmässigkeiten auf einem Firmennetz identifizieren und melden. «Ich habe da die Hoffnung, dass KI den Verteidigern schlussendlich mehr hilft als den Angreifern», sagt Schütz weiter.

KI als grosse Chance in der Cyberabwehr? Das klingt gut, ist aber noch Zukunftsmusik.

Cyberbetrug: Was tun?

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Florian Schütz, Direktor des Bundesamts für Cybersicherheit
Legende: Florian Schütz ist Direktor des Bundesamts für Cybersicherheit. Keystone/Peter Schneider

Jeder und jede kann Opfer eines Cyberangriffs oder Cyberbetrugs werden, wie der Direktor des Bundesamts für Cybersicherheit, Florian Schütz, sagt. Auch er selbst. Es genüge, wenn etwa ein Fake-Anruf in einem schlechten Moment komme – wenn man gerade gestresst ist oder nicht ganz fit. «Das passiert auch Fachleuten», betont Schütz.

Sein Tipp: Immer zweimal überlegen, bevor man auf einen Link klickt oder Informationen teilt. Etwa bei SMS-Gewinnspielen. Schütz empfiehlt, gar nicht erst darauf zu reagieren. Insbesondere bei zu hohen Renditen, zu hohen Gewinnversprechen. «Wenn es zu schön ist, um wahr zu sein, dann seien Sie vorsichtig», rät Schütz.

Und wenn ein Cyberbetrug trotzdem erfolgreich gewesen sei, dann lieber nicht still bleiben, sondern darüber reden, Freunde und Bekannte warnen und eine Anzeige bei der Polizei machen. Das helfe, die Wirksamkeit von Cyberkriminelle einzudämmen.

Heute Morgen, 31.03.2026, 06:00 Uhr ; 

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