- Die Zentralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) lancierte 2023 ein Geothermie-Projekt in der Region Inwil/Perlen im Kanton Luzern.
- Mit grossflächigen Messungen wollte die CKW geeignete Stellen für Tiefenbohrungen nach Heisswasser finden.
- Nun stoppt die CKW das Projekt für Strom aus Erdwärme bis auf Weiteres.
- Die Messungen zeigen keine klaren Resultate.
Die Geothermie-Anlage auf dem Gebiet Inwil LU hätte dereinst Strom für 4000 Haushalte und Heizwärme für 6500 Haushalte liefern sollen. Dafür wollte die CKW heisses Wasser aus einer Bohrtiefe von rund 4000 bis 4500 Metern Tiefe nutzen. Kostenpunkt: Rund 70 Millionen Franken.
Mit ersten Messungen im letzten Jahr wollte die CKW das Gebiet für mögliche Bohrungen eingrenzen. Auf den eingegrenzten Flächen hätten weitere, teurere Untersuchungen stattfinden sollen.
Diese Eingrenzung sei nicht gelungen, erklärt Projektleiter Philipp Leppert. Die Messresultate ergeben kein klares Bild.
Leppert verweist deshalb auf zu hohe Kosten für eine Weiterführung des Projekts: «Wir haben uns aus wirtschaftlichen Gründen dazu entschieden, zu pausieren.» Trotzdem halte die CKW das Gebiet weiterhin für geeignet für Geothermie.
Entwicklungen im In- und Ausland beobachten
Die CKW lässt offen, wie lange das Projekt pausieren wird. «Wir beobachten aktuell, wie es mit anderen Geothermie-Projekten im In- und Ausland vorwärts geht», sagt Philipp Leppert. Bei diesen Projekten kämen alternative Technologien zum Einsatz, um die Wärme aus dem Untergrund zu nutzen.
«Wir prüfen regelmässig, ob diese Ansätze auch für das Projekt im Kanton Luzern eine Option wären.» Daneben habe die CKW auch den Strommarkt im Blick. «Je nachdem, wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln, würden wir das Projekt wieder aufnehmen», so Philipp Leppert.