- Der Bundesrat will die Organisation eines allfälligen europäischen Multisportanlasses in der Schweiz finanziell nicht unterstützen.
- Er begründet seinen Entscheid mit der angespannten Finanzsituation des Bundes.
- Mit seinem Beschluss wolle der Bundesrat frühzeitig Klarheit schaffen, teilte die Landesregierung mit.
Der Bundesrat habe Kenntnis von den Erwartungen der Organisatoren der European Championships 2030 an die finanzielle Beteiligung durch den Bund. Darum kommunizierte der Bundesrat seine Stellungnahme dazu.
Der Anlass ist gemäss Communiqué eine Multisportveranstaltung, die alle vier Jahre bestehende kontinentale Europameisterschaften verschiedener Sportarten zusammenfasst und in einem Event durchführt. Die Delegierten der Schweizer Sportverbände gaben vergangenen November grünes Licht für eine Kandidatur für eine Austragung im Jahr 2030 in der Schweiz.
«Herber Rückschlag» für Organisatoren
Der Sportdachverband Swiss Olympic sah ein Budget von 190 Millionen Franken vor, wie aus Unterlagen des Verbandes zu entnehmen ist. Gerechnet wurde mit 130 Millionen Franken aus der öffentlichen Hand.
Der Entscheid sei ein «herber Rückschlag», liess sich Severin Moser, Präsident des Kandidaturvereins European Championships 2030, in einer Mitteilung zitieren. Ohne substanzielle Beteiligung des Bundes sei der Anlass in der Schweiz nicht realisierbar. Dennoch wolle der Verein alternative politische Wege prüfen, hiess es weiter.
Der Bundesrat erwähnte in seiner Mitteilung, dass er sich bereits für die Unterstützung verschiedener Sportgrossanlässe wie der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 ausgesprochen habe. Zudem sei es auch nicht möglich, Gelder aus anderen Bereichen des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) für den Sport zu kompensieren.