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Kriminalstatistik des Bundes Schwere Gewaltstraftaten nehmen in der Schweiz zu

  • Die Zahl der Straftaten in der Schweiz ist im vergangenen Jahr leicht gesunken.
  • Gleichzeitig haben schwere Gewaltstraftaten und Tötungsdelikte aber zugenommen, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt.
  • So stieg die Zahl der Tötungsdelikte in der Schweiz, darunter auch diejenige von Femiziden.

Insgesamt seien 554'963 Straftaten registriert worden, was einem Rückgang von 1.5 Prozent entspreche, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) zu seiner polizeilichen Kriminalstatistik mit. Der Rückgang sei vor allem auf weniger Vermögensdelikte zurückzuführen.

Die schweren Gewaltstraftaten nahmen hingegen um 8.1 Prozent auf 2654 Fälle zu. Auch die Zahl der vollendeten Tötungsdelikte stieg auf 55. Über 58 Prozent der Opfer waren Frauen. Mehr als die Hälfte der Tötungsdelikte, nämlich 34, ereigneten sich im häuslichen Bereich. Die Opfer waren dabei in knapp drei Vierteln der Fälle Frauen.

Hand hebt sich abwehrend vor Gesicht.
Legende: Im letzten Jahr hat die Zahl der Fälle schwerer Gewalt zugenommen – auch in den eigenen vier Wänden. Keystone/DPA/Fabian Sommer

Dies entspricht laut dem BFS dem durchschnittlichen Anteil der in den vergangenen 17 Jahren getöteten weiblichen Personen. Bei den Diebstählen wurde ein Rückgang von gut 5 Prozent verzeichnet. Besonders stark sanken die Zahlen bei Einbrüchen in Fahrzeuge und bei Taschendiebstählen. Die digitale Kriminalität blieb mit 57'761 erfassten Delikten auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.

Insgesamt wurden 92'147 Personen wegen einer Straftat gegen das StGB polizeilich registriert. Schweizer Staatsangehörige machen 42.1 Prozent, ausländische Staatsangehörige der ständigen Wohnbevölkerung 32.3 Prozent, die Asylbevölkerung 5,8 Prozent sowie die übrigen Ausländerinnen und Ausländer 19.8 Prozent der beschuldigten Personen aus.

Während bei den Schweizer Staatsangehörigen die Zahl der beschuldigten Personen auf ähnlichem Niveau (–0.3 Prozent) geblieben ist, wurden bei der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung 2.9 Prozent und bei den übrigen Ausländerinnen und Ausländern 1.3 Prozent mehr beschuldigte Personen als im Vorjahr verzeichnet. Die Zahl der beschuldigten Personen aus der Asylbevölkerung ist um 12.4 Prozent gesunken.

SRF 4 News, 23.03.2026, 9 Uhr ; 

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