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Mengenrabatte auf Bestseller Bundesrat stellt Pläne gegen steigende Medikamentenpreise vor

  • Mit Mengenrabatten auf den meistverkauften Medikamenten will das Parlament gegen die stetig steigenden Gesundheitskosten vorgehen.
  • Der Bundesrat stellt nun die Umsetzung dieser und weiterer Massnahmen zur Diskussion.
  • Vor knapp einem Jahr hatte das Parlament einem Paket zur Dämpfung der Gesundheitskosten zugestimmt.

Seit Jahren steigen die Krankenkassenprämien. Einer der Hauptgründe sind immer teurer werdenden Medikamente. Um diese Kosten zu dämpfen, soll nun ein Massnahmepaket Abhilfe schaffen. Dieses setzt vor allem auf Mengenrabatte bei den meistverkauften Medikamenten. Der Bundesrat will so 350 Millionen Franken pro Jahr einsparen.

Von den über 3000 Medikamenten auf der Spezialitätenliste verursachen die achtzig bis hundert meistverkauften Produkte laut dem Bundesrat mehr als ein Drittel der Arzneimittelkosten der Grundversicherung. Das entspreche drei Milliarden Franken. Betroffen sind unter anderem Medikamente zur Behandlung von Krebs, Rheuma oder auch zur Gewichtsreduktion.

Preise steigen überdurchschnittlich

Mit den geplanten Mengenrabatten sollen künftig 350 Millionen Franken im Jahr eingespart werden ohne die Arzneimittelversorgung zu beeinträchtigen. Daneben soll die Abgabe kostengünstigerer Generika und Biosimilars gefördert werden. Laut dem Bundesamt für Gesundheit sei das Geschäft der Pharma in keiner Weise gefährdet. Die Schweiz bleibe ein attraktiver Standort für die Pharmaindustrie.

Nahaufnahme von blauen und weissen Kapseln auf Förderband.
Legende: Die Einsparungen greifen erst ab 2029 und 2030. Verbände und Parteien können sich nun zu den Vorschlägen des Bundesrates äussern.(Symbolbild) SweetBunFactory

Die Notwendigkeit, bei den Medikamentenpreisen anzusetzen, ist in der Politik eine mehrheitliche Ansicht. Pharma- und Versicherungsverbände waren in die Erarbeitung der Umsetzungsvorschläge eingebunden. Der jährlich publizierte Auslandpreisvergleich zeigt immer wieder, dass die Schweiz bei den Medikamentenpreisen den ersten Platz belegt. Im Ausland sind die Medikamente also günstiger, teilweise viel günstiger. Gemäss Zahlen des Bundes sind die Medikamentenkosten in der Schweiz in den letzten Jahren um über fünfzig Prozent gestiegen.

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SRF4 News, 19.02.26, 11:30 Uhr ; 

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